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Twitters Börsengang an der New York Stock Exchange im November 2013
Twitters Börsengang an der New York Stock Exchange im November 2013 (Bild: Brendan McDermid/Reuters)

Kurznachrichtendienst: Twitter zeigt fremde Tweets ungefragt an

Twitters Börsengang an der New York Stock Exchange im November 2013
Twitters Börsengang an der New York Stock Exchange im November 2013 (Bild: Brendan McDermid/Reuters)

Eigentlich gibt es nur drei einfache Gründe, einen Tweet im eigenen Twitter-Account zu sehen, über welche der Nutzer weitgehend Kontrolle hat. Neben Werbenachrichten werden nun aber auch Nachrichten von Anwendern angezeigt, denen man gar nicht folgt. Das ist Absicht.

Seit einigen Tagen bekommen Twitter-Nutzer auch Tweets von Teilnehmern des Dienstes zu sehen, zu denen sie keine direkte Verbindung haben. Das ist eine neue Funktion von Twitter, die das Unternehmen ohne weitere Ankündigung aktiviert und auf seinen Hilfeseiten bestätigt hat. Dort heißt es, der Nutzer bekäme nun auch "für dich relevante Inhalte" vorgesetzt.

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Das ist eine einschneidende Änderung der Funktionsweise von Twitter, denn bisher gab es nur drei Gründe, warum man einen Tweet zu sehen bekam: Entweder folgte man dem Nutzer, der den Tweet absetzte, oder es handelte sich um einen Retweet durch einen Nutzer, dem man folgte. Die dritte Möglichkeit war ein bezahlter Tweet, also Werbung, worauf Twitter in Deutschland mit dem Hinweis "Gesponsert von" und einem gelben Icon deutlich hinwies.

Warum man seit Mitte August 2014 auch Tweets von Menschen erhält, denen man nicht folgt und die keine direkten Retweets darstellen, erklärte Twitter bisher nicht öffentlich. Als eine der ersten Nutzerinnen in Deutschland hat die neue Funktion die gehörlose Bloggerin Julia Probst bemerkt, die seit Jahren durch ihren Ableseservice bei Fußballspielen und politische Aktivitäten von sich reden macht. Mit über 32.000 Followern und bisher 46.000 Tweets ist ihr Account sehr aktiv.

  • Julia Probst wundert sich über die neue Funktion, die sie ungefragt erhielt. (Screenshot: Golem.de)
Julia Probst wundert sich über die neue Funktion, die sie ungefragt erhielt. (Screenshot: Golem.de)

Daher scheint sie, so die Vermutung von anderen Nutzern, für eine Art Testprogramm ausgewählt worden zu sein. Der Grund, warum sie fremde Tweets erhält, wird von den Anwendern auf folgenden Mechanismus zurückgeführt: Die Nachrichten werden angezeigt, wenn jemand, dem Probst folgt, einen anderen Tweet als Favorit markiert. Dieses sogenannte "faven" wird von Twitter-Nutzern in der Regel als erste Stufe der Aufmerksamkeit praktiziert: Nur, wer im Profil des Nutzers gezielt klickt, sieht die Favoriten. Ein Retweet, der an alle Follower geht, zeigt den Tweet auch allen Followern an, markiert die Nachricht also als viel relevanter, als das durch einen Favoriten der Fall ist. Diese Kontrolle über den Grad der Verbreitung und der Aufmerksamkeit für einen Tweet weicht Twitter nun auf.

In die gleiche Richtung gehen auch Berichte aus den USA, beispielsweise bei The Atlantic. Auch dort erhalten Anwender nun Tweets von Nutzern, mit denen sie nur über einen Follower eine indirekte Verbindung haben. Bisher hat Twitter die Mechanismen, nach denen solche Tweets ausgewählt werden, nicht näher erklärt. Dass es aber zeitgleich nun auch Werbevideos gibt, hat das Unternehmen immerhin in einem Blogbeitrag angekündigt. Die Filme werden bei gesponserten Tweets eingeblendet und starten erst nach einem Klick darauf.


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Himmerlarschund... 21. Aug 2014

Auch das ist alles eine Frage der Nutzung. Wenn du natürlich Vollsuffbilder von dir bei...

User2 20. Aug 2014

Ca 3 Monate nachdem ich etwas aktiver in FB geworden bin, habe ich auch mehr Bullshit...

Himmerlarschund... 20. Aug 2014

Es will mir einfach nicht in den Kopf, warum man solche Änderungen nicht optional machen...

HanseDavion 20. Aug 2014

Satzbeauversagen. Lässt sich jetzt leider nicht mehr editieren. Auf jedenfall wird die...

BobQuentok 20. Aug 2014

Danke, das ist die einzige Sache, die mich an Play Kiosk stört. Deswegen steuere ich...



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