Abo
  • IT-Karriere:

Kurznachrichtendienst: Trump darf auf Twitter weiter Kim drohen

Twitter verbietet offene Drohungen. Das gilt aber nicht für alle Nutzer: Ein höchst umstrittener Tweet von US-Präsident Donald Trump wird nicht gelöscht. Der Kurznachrichtendienst begründet das mit dem öffentlichen Interesse an den Äußerungen von Politikern.

Artikel veröffentlicht am ,
Kurznachrichtendienst Twitter:  weltweite, öffentliche Konversation fördern.
Kurznachrichtendienst Twitter: weltweite, öffentliche Konversation fördern. (Bild: Mary Turner/Getty Images)

Einige sind immer gleicher als die anderen, auch bei Twitter: Der Kurznachrichtendienst hat angekündigt, kontroverse Tweets von Staatschefs und anderen hochrangigen Politikern, die gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen, nicht zu löschen.

Stellenmarkt
  1. imc Test & Measurement GmbH, Berlin
  2. BWI GmbH, Rheinbach

Twitter wolle "die weltweite, öffentliche Konversation" fördern, heißt es in einer Stellungnahme von Twitter. "Gewählte Staatsoberhäupter spielen in dieser Konversation eine wichtige Rolle, weil sie einen übergroßen Einfluss auf unsere Gesellschaft haben."

Der Öffentlichkeit sollen keine Informationen vorenthalten werden

Das Konto eines solchen Politikers zu sperren oder seine umstrittenen Tweets zu löschen, bedeute, der Öffentlichkeit wichtige Informationen vorzuenthalten, die sie sehen und diskutieren solle. Löschen oder sperren würde also nicht diesen Politiker zum Schweigen bringen, sondern stattdessen die "notwendige Diskussion über seine Worte und Taten" beeinträchtigen.

Anlass war ein Tweet von US-Präsident Donald Trump Anfang der Woche. Darin hatte er dem nordkoreanischen Staatschef Kim Jong Un gedroht, sein Knopf zum Abschießen von Atomraketen sei größer als der von Kim, und der Knopf funktioniere. Kritiker sehen darin eine Verletzung der Nutzungsbedingungen von Twitter, nach denen unter anderem die Androhung von Gewalt untersagt ist.

Demonstrationen vor dem Twitter-Unternehmenssitz

Nach den letzten Anti-Kim-Tweets hatten sich Demonstranten vor dem Twitter-Unternehmenssitz in San Francisco versammelt. Sie bezeichneten den Dienst unter anderem als Trumps Hundepfeife. Die Stellungnahme war eine Reaktion auf die Proteste.

Es ist nicht das erste Mal, dass Trump wegen seiner aggressiven Tweets in die Kritik gerät. So hatte er im vergangenen September schon einmal Kim unverhohlen gedroht. Auch diesen Tweet hatte sich Twitter zu löschen geweigert.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 19,95€
  2. 3,99€
  3. 3,99€

Der Held vom... 08. Jan 2018

Mal ganz abgesehen davon, dass euch das freilich zu echten Helden der Demokratie macht...

Garius 08. Jan 2018

Yessssss!!

quineloe 07. Jan 2018

Wie ihr immer so tut als konnte man Merkel oder AfD Wählen. Wer AfD gewählt hat, der hat...

Der Held vom... 07. Jan 2018

Es ist schon erstaunlich, wie schnell aus einer beschissenen Gegenwart "die gute alte...

Der Held vom... 07. Jan 2018

Grundsätzlich muss natürlich erst einmal eine Beleidigung - im rechtlichen Sinne...


Folgen Sie uns
       


Lenovo Smart Display im Test

Die ersten Smart Displays mit Google Assistant kommen von Lenovo. Die Geräte sind ordentlich, aber der Google Assistant ist nur unzureichend an den Touchscreen angepasst. Wir zeigen in unserem Testvideo die Probleme, die das bringt.

Lenovo Smart Display im Test Video aufrufen
Chromium: Der neue Edge-Browser könnte auch Chrome besser machen
Chromium
Der neue Edge-Browser könnte auch Chrome besser machen

Build 2019 Wie sieht die Zukunft des Edge-Browsers aus und was will Microsoft zum Chromium-Projekt beitragen? Im Gespräch mit Golem.de gibt das Unternehmen die vage Aussicht auf einen Release für Linux und Verbesserungen in Google Chrome. Bis dahin steht viel Arbeit an.
Von Oliver Nickel

  1. Insiderprogramm Microsoft bietet Vorversionen von Edge für den Mac an
  2. Browser Edge auf Chromium-Basis wird Netflix in 4K unterstützen
  3. Browser Microsoft lässt nur Facebook auf Flash-Whitelist in Edge

Bundestagsanhörung: Beim NetzDG drohen erste Bußgelder
Bundestagsanhörung
Beim NetzDG drohen erste Bußgelder

Aufgrund des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes laufen mittlerweile über 70 Verfahren gegen Betreiber sozialer Netzwerke. Das erklärte der zuständige Behördenchef bei einer Anhörung im Bundestag. Die Regeln gegen Hass und Hetze auf Facebook & Co. entzweien nach wie vor die Expertenwelt.
Ein Bericht von Justus Staufburg

  1. NetzDG Grüne halten Löschberichte für "trügerisch unspektakulär"
  2. NetzDG Justizministerium sieht Gesetz gegen Hass im Netz als Erfolg
  3. Virtuelles Hausrecht Facebook muss beim Löschen Meinungsfreiheit beachten

LTE-V2X vs. WLAN 802.11p: Wer hat Recht im Streit ums Auto-WLAN?
LTE-V2X vs. WLAN 802.11p
Wer hat Recht im Streit ums Auto-WLAN?

Trotz langjähriger Verhandlungen haben die EU-Mitgliedstaaten die Pläne für ein vernetztes Fahren auf EU-Ebene vorläufig gestoppt. Golem.de hat nachgefragt, ob LTE-V2X bei direkter Kommunikation wirklich besser und billiger als WLAN sei.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Vernetztes Fahren Lobbyschlacht um WLAN und 5G in Europa
  2. Gefahrenwarnungen EU setzt bei vernetztem Fahren weiter auf WLAN

    •  /