Kurzer Stromausfall: Toshiba und WD beklagen Ausfall von 6 EByte Flash-Produktion
Western Digital (WD) und dessen Produktionspartner Toshiba haben sich zu Auswirkungen eines Stromausfalls geäußert(öffnet im neuen Fenster) , die einen japanischen Produktionsstandort für Flashbausteine betreffen. Bereits am 15. Juni 2019 kam es in der Umgebung von Yokkaichi – zwischen Kyoto und Nagoya – zu einem kurzen Stromausfall, der für das Joint Venture recht bitter ist. Die Auswirkungen sorgten für einen kompletten Stillstand der Produktion.
Infolgedessen lag die Produktion am 27. Juni 2019 noch immer brach. Toshiba und WD wollen die Anlagen so früh wie möglich wieder in den Betrieb bringen. Insgesamt vermutet das Joint Venture, dass Wafer-Kapazitäten von insgesamt 6 EByte verloren gehen. Das entspricht rund einer Million SSDs mit 1 TByte Kapazität.
Anandtech zufolge(öffnet im neuen Fenster) ist der Produktionskomplex in Yokkaichi für einen großen Teil der weltweiten Produktion verantwortlich. Die dort produziernden fünf Fabs sorgen für einen weltweiten Flashumsatz von 35 Prozent laut Zahlen des Marktforschungsinstituts Trendforce, die Anandtech nutzt.
Die finanziellen Auswirkungen sind für das Fiskalquartal Q1/2020 zu erwarten, wie WD angibt. Das klingt nach ferner Zukunft, allerdings startet Western Digitals erstes Fiskalquartal bereits im Juli des Vorjahres(öffnet im neuen Fenster) .
Wie groß die Auswirkungen auf den Speichermarkt und vor allem auf die Produktion von SSDs sein wird, ist noch unklar. Die Überkapazitäten am Markt sorgen für ohnehin sehr niedrige Preise . So liegt das TByte für eine SSD derzeit bei unter 100 Euro. 2-TByte-SSDs gibt es ab etwa 200 Euro.



