Abo
  • Services:

Kursänderung: Forscher lenkt Luxusjacht mit gefälschtem GPS-Signal um

Eine 65-Meter-Luxusjacht wurde mit manipulierten GPS-Signalen auf den falschen Kurs gebracht. Forscher der Uni Texas hatten ein selbst gebautes Gerät eingesetzt, mit dem die Satellitensignale übertönt wurden.

Artikel veröffentlicht am ,
GPS-Spoofing bei einem Schiff
GPS-Spoofing bei einem Schiff (Bild: Universität Texas Austin)

Die leichte Kursmanipulation per gefälschtem GPS-Signal geschah mit Wissen und Billigung des Eigentümers der Luxusjacht White Rose of Drachs, die 65 Meter lang ist und etwa 80 Millionen US-Dollar kostet.

Stellenmarkt
  1. Bosch Rexroth, Lohr am Main
  2. Lands' End GmbH, Mettlach

Forscher der Uni Texas hatten an Bord ein ungefähr aktenkoffergroßes Gerät aktiviert, das auf der gleichen Frequenz wie die Satelliten GPS-Signale sendete, die ein wenig stärker waren als die der Satelliten. Die Jacht besitzt gleich zwei GPS-Empfänger. Beide wurden durch langsame Erhöhung der Signalstärke des gefälschten GPS-Signals getäuscht und übernahmen schließlich die ausgesendeten Daten.

Das Navigationssystem der Jacht, dem zuvor ein fester Kurs vorgegeben wurde, den das Schiff fahren sollte, meldete eine Kursabweichung. Die Forscher hatten einfach die Position der Jacht schrittweise mit ihrem GPS-Signal leicht manipuliert. Die Crew änderte daraufhin den Kurs, um die gewünschte Route wieder zu erreichen. Auf See kann so eine leichte Positionsänderung durch Strömungen und Wellen schnell passieren. Die Besatzung korrigiert dann dagegen, um die gewünschte Route einhalten zu können. Auf dem offenen Meer ohne weitere optische Anhaltspunkte kann die Besatzung nicht erkennen, ob die Korrektur notwendig war oder nicht.

Der Angriff fand im Ionischen Meer auf dem Weg von Monaco nach Rhodos in internationalen Gewässern statt. Die Forscher hatten ihren GPS-Sender in unmittelbarer Nähe zu den Empfangsantennen des Bord-Navigationssystems aufgebaut. Die Crew stellte während der Attacke keinerlei Unregelmäßigkeiten fest, sondern glaubte, dass sie sich auf dem richtigen Kurs befand.

Der federführend beteiligte Wissenschaftler Todd Humphreys betonte, dass das Experiment auch auf andere halbautonome Fahrzeuge und Flugzeuge angewendet werden könnte, die das zivile GPS zum Navigieren nutzen.

Vor einem Jahr hatte der Forscher mit seinen Kollegen schon erfolgreich demonstriert, wie es möglich ist, Drohnen mit falschen GPS-Signalen zu entführen. Grund ist, dass zivile Drohnen kein verschlüsseltes GPS-Signal nutzen. Das gilt auch für die Jacht.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-60%) 39,99€
  2. 59€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 28.09.)
  3. (-70%) 5,99€
  4. 54,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 14.11.)

Enyaw 02. Aug 2013

Enyaw 02. Aug 2013

mit dem Kompass hätte man aber mitkriegen können, dass man vom Kurs abweicht.

nille02 01. Aug 2013

Da diese Brunnen von Netsle und co gebohrt werden, bringt es der Bevölkerung nichts.

erma 31. Jul 2013

Mit dGPS kommt man schon in den Bereich von 2-10m, hoizontaler Genauigkeit, bei normalen...

Fragile Heart 31. Jul 2013

Mann kann auf See, also ohne das Land in Sicht ist, die Position die genaue Position...


Folgen Sie uns
       


Infiltrator Demo mit DLSS und TAA

Wir haben die Infiltrator Demo auf einer Nvidia Geforce RTX 2080 Ti mit DLSS und TAA ablaufen lassen.

Infiltrator Demo mit DLSS und TAA Video aufrufen
Sky Ticket mit TV Stick im Test: Sky kann's gut, Netflix und Amazon können es besser
Sky Ticket mit TV Stick im Test
Sky kann's gut, Netflix und Amazon können es besser

Gute Inhalte, aber grauenhafte Bedienung: So war Sky Ticket bisher. Die neue Version macht vieles besser, und mit dem Sky Ticket Stick lässt sich der Pay-TV-Sender kostengünstig auf den Fernseher bringen. Besser geht es aber immer noch.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Comcast Bezahlsender Sky für 38,8 Milliarden US-Dollar verkauft
  2. Videostreaming Wiederholte Sky-Ausfälle verärgern Kunden
  3. Sky Ticket TV Stick Sky verteilt Streamingstick de facto kostenlos

Red Dead Redemption 2 angespielt: Mit dem Trigger im Wilden Westen eintauchen
Red Dead Redemption 2 angespielt
Mit dem Trigger im Wilden Westen eintauchen

Überfälle und Schießereien, Pferde und Revolver - vor allem aber sehr viel Interaktion: Das Anspielen von Red Dead Redemption 2 hat uns erstaunlich tief in die Westernwelt versetzt. Aber auch bei Grafik und Sound konnte das nächste Programm von Rockstar Games schon Punkte sammeln.
Von Peter Steinlechner

  1. Red Dead Redemption 2 Von Bärten, Pferden und viel zu warmer Kleidung
  2. Rockstar Games Red Dead Online startet im November als Beta
  3. Rockstar Games Neuer Trailer zeigt Gameplay von Red Dead Redemption 2

Lenovo Thinkpad T480s im Test: Das trotzdem beste Business-Notebook
Lenovo Thinkpad T480s im Test
Das trotzdem beste Business-Notebook

Mit dem Thinkpad T480s verkauft Lenovo ein exzellentes 14-Zoll-Business-Notebook. Anschlüsse und Eingabegeräte überzeugen uns - leider ist aber die CPU konservativ eingestellt und ein gutes Display kostet extra.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Thinkpad E480/E485 im Test AMD gegen Intel in Lenovos 14-Zoll-Notebook
  2. Lenovo Das Thinkpad P1 ist das X1 Carbon als Workstation
  3. Thinkpad Ultra Docking Station im Test Das USB-Typ-C-Dock mit robuster Mechanik

    •  /