Kupfernetz: Telekom lehnt Kupferabschaltrecht für Konkurrenz ab
Die Deutsche Telekom wendet sich energisch dagegen, dass künftig auch andere Netzbetreiber die Kupferabschaltung beschließen können, wie der Breko es fordert. "Ein Zwangsanbieterwechsel durch einen Abschaltzwang wäre ein massiver Eingriff in die Wahlfreiheit der Verbraucher. Zwangsmigration und daraus folgende lokale Monopole sind keine Lösung. Das lehnen wir deutlich ab" , sagte Unternehmenssprecherin Nicole Schmidt Golem am 11. November 2025 auf Anfrage.
In Paragraf 34 des Telekommunikationsgesetzes ist geregelt, dass ausschließlich die Telekom das Antragsrecht hat, das Kupfernetz abzuschalten. Dies will der Breko ändern lassen, hatte Breko-Vorstand Timo von Lepel erklärt. Auch wenn Sven Knapp, Leiter des Breko-Hauptstadtbüros, einräumte, dass damit in das Eigentumsrecht der Telekom eingegriffen werde. Doch das Kupfernetz der Telekom sei längst abgeschrieben, daher sei der Eingriff nicht existenziell.
Telekom: Wenn schon, dann auch das Kabelnetz abschalten
Schmidt betonte: "In der Praxis zeigt sich, dass die Take-up-Rate für Glasfaseranschlüsse dort besonders gering ist, wo gleichzeitig Kabelnetze vorhanden sind. Durch ihre häufig aggressive Preispolitik bei gleichzeitig überzogenen Leistungsversprechen (Gigabit) binden Kabelnetzbetreiber Kundinnen und Kunden an ihre Netze und machen den Wechsel auf einen Glasfaseranschluss unattraktiv."
Die Telekom rege daher an, in einem Gesamtkonzept – sofern überhaupt erforderlich – einen technologieneutralen Ansatz zu verfolgen und sämtliche relevanten Netzinfrastrukturen in die Betrachtung der Migration und Abschaltung einzubeziehen, also auch die Kabelfernsehnetze.
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