Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Kunstaktion: Polizei räumt Apple Store am Ku'damm

Der Apple Store am Berliner Kurfürstendamm ist am Samstagnachmittag geräumt worden, weil Unbekannte eine silbrige Flüssigkeit auf den Tischen und ausgestellten Geräten verteilt hatten. Um was es sich handelt, ist nicht genau bekannt, die Beteiligten sprechen von Gallium.
/ Andreas Donath
167 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Apple Store am Kurfürstendamm (Bild: Apple)
Apple Store am Kurfürstendamm Bild: Apple

Die Polizei hat den Apple Store am Berliner Kurfürstendamm wegen einer Kunstaktion geräumt, bei der mehrere Unbekannte Flüssigkeiten verteilt hatten. Es handelt sich dabei nach Auskunft der Berliner Festspiele(öffnet im neuen Fenster) um Gallium. Die Berliner Polizei teilte per Twitter(öffnet im neuen Fenster) mit, es habe sich um Aluminium und weitere nicht giftige Metalle gehandelt.

Die Aktion war eine Kunst-Performance des Festivals "Foreign Affairs(öffnet im neuen Fenster)", an der rund 50 Personen teilgenommen haben. Die Polizei hielt einige der Personen fest. Zunächst soll der Künstler Johannes Paul Raether(öffnet im neuen Fenster) Metallmünzen aus dem Material an die Teilnehmer verteilt haben, die in der Hand schmolzen. Etwas von der Metallmasse fiel angeblich auf den Boden, was Apples Personal dazu brachte, die Polizei zu rufen, wie die Berliner Festspiele dem Berliner Tagesspiegel mitteilten.

Gallium(öffnet im neuen Fenster) ist ein silberweißes und weiches Metall, das schon bei 29,76 Grad Celsius schmilzt. Wie Aluminium bildet Gallium an der Luft eine Oxidschicht. Von dem reinen Metall gehen akute oder chronische Gesundheitsgefahren aus: Nach dem Eintrag in der Gestis-Stoffdatenbank(öffnet im neuen Fenster) wirkt das Metall reizend auf Haut, Augen und Atemwege. Deshalb müssen bei seinem Umgang Schutzhandschuhe, Schutzkleidung, Augenschutz und Gesichtsschutz getragen werden. Ob nun die Berliner Polizei oder der Künstler recht haben, werden wohl die weiteren Tage zeigen. Aluminium schmilzt zumindest nicht in der Hand.

Nach einem Bericht des Berliner Tagesspiegels(öffnet im neuen Fenster) soll ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung eingeleitet worden sein.

Der Laden wurde mehrere Stunden lang gesperrt, wie die Berliner Zeitung(öffnet im neuen Fenster) berichtet. Zunächst wurde dem Bericht nach offenbar befürchtet, dass es sich um hochgiftiges Quecksilber handelt.


Relevante Themen