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Kundenhotline: O2 kann "den Ärger seiner Kunden verstehen"

Ein Topmanager der Telefónica hat zugesagt, die überlastete Kundenhotline auszubauen. Die Kapazitäten sollen aufgestockt werden. Bis Jahresende will der Mobilfunkbetreiber das Problem gelöst haben.
/ Achim Sawall
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Schwer zu kontaktierender Kundendienst des Weltkonzerns (Bild: O2/Screenshot Golem.de)
Schwer zu kontaktierender Kundendienst des Weltkonzerns Bild: O2/Screenshot Golem.de

O2 will nach Beschwerden seine Kundenhotline ausbauen. "Wir setzen dabei auf unseren eigenen Kundenservice und werden Kapazitäten an den Servicekanälen bis zu 30 Prozent aufstocken" , sagte Markus Haas, Chief Operating Officer (COO) der Telefónica Deutschland, Golem.de auf Anfrage. "Wir können den Ärger unserer Kunden verstehen. "

Wenn Kunden zum Beispiel eine Rechnung im neuen Format bekämen, "dann rufen viele von ihnen doch noch mal an, um dieses neue Format zu verstehen." Diese Anrufe seien in vierten Quartal deutlich häufiger gekommen als geplant. "Ich glaube, wir haben die Bugwelle bereits hinter uns. Das Informationsbedürfnis, das sich aus der Migration ergeben hat, geht Schritt für Schritt zurück" , sagte Haas.

Kunden verstehen die Rechnung nicht

Meist kämen die Kunden mit Fragen, wie der Online-Zugriff auf die eigenen Verbrauchsdaten funktioniere oder das Passwort wurde vergessen. "Zu bestimmten Tageszeiten haben wir aber leider noch höhere Wartezeiten. " Telefónica Deutschland wollte bis zum Jahresende das Problem gelöst haben.

Ein Testanruf von Golem.de ergab erst einmal häufige Abbrüche beim Verbindungsaufbau. Als dann eine Verbindung zu dem Call-Center zustande kam, erklärte das Vermittlungssystem: "Die durchschnittliche Wartezeit beträgt 45 Minuten." Eine Beschäftigte des Callcenters von Telefónica O2 bestätigte Golem.de das Problem. "Die verteilen Kollegen an die Kundenbetreuung, damit es wieder besser abgedeckt wird" , sagte sie.

Nach Kundenbeschwerden über die Servicequalität von O2 erwägt die Bundesnetzagentur Schritte gegen den Betreiber. "Wir prüfen, ob und welche Maßnahmen gegen das Unternehmen eingeleitet werden können."


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