Kundendaten: Telekoms T-Mobile soll sich nicht an Datenschutz halten

T-Mobile US hat sich bei einer Werbeaktion an einem in den USA üblichen Umgang mit Kundendaten statt an den globalen Datenschutzregeln des Konzerns orientiert.

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Werbebild von T-Mobile US
Werbebild von T-Mobile US (Bild: T-Mobile US)

Ein Werbeangebot von T-Mobile US soll den Datenschutzansprüchen des Mutterkonzerns Deutsche Telekom nicht genügen. Dies hat das Handelsblatt recherchiert.

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Demzufolge wurden T-Mobile-Kunden im vergangenen Frühjahr automatisch zu einem weitreichenden Werbeprogramm angemeldet, das die Auswertung von Standortdaten und des Surfverhaltens vorsieht. Die Nutzer konnten erst im Nachhinein widersprechen.

T-Mobile US konnte Webseiten erfassen, Kunden aufrufen, ihre Apps erkennen und Informationen über ihr Endgerät nutzen. T-Mobile bezog auch persönliche Daten aus Beständen externer Firmen ein, um Alter, Bildung und persönliche Präferenzen zuzuordnen, wie die Vertragsbedingungen zeigten.

T-Mobile: Lokale Vorgaben und Regelungen

In Deutschland ist so ein Vorgehen laut dem Handelsblatt schon nach dem Opt-out-Prinzip nicht möglich. Es stellt zudem offenbar einen Verstoß gegen die Konzernrichtlinie Datenschutz der Telekom dar, die eigentlich "ein weltweit einheitliches und hohes Datenschutzniveau" schaffen soll. Von Nutzern sei vor der Verarbeitung ihrer Daten eine "ausdrückliche" und schriftliche Einwilligung einzuholen, heißt es in der Richtlinie. Sie gilt offenbar auch für das Tochterunternehmen T-Mobile US.

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Die Telekom schreibt in einem Statement an das Handelsblatt von einem "in den USA" üblichen Vorgehen. Man orientiere sich "an den lokalen Vorgaben und Regelungen". Der Datenschutzbeirat des Konzerns, dem auch Vorstandschef Timotheus Höttges angehört, habe sich mit dem Werbeangebot beschäftigt. "Es gab keine Bedenken", hieß es.

Eine Sprecherin von T-Mobile US erklärte dem Handelsblatt, die globalen Datenschutzregeln des Konzerns fänden bei dem Werbeprogramm keine Anwendung. Der Datenschutzbeirat des Unternehmens sei hier nicht zuständig.

"Die eigenständige Aktiengesellschaft T-Mobile (USA) hält sich an die Gesetze und Datenschutzregelungen, die in den USA gelten. Die Opt-out Regelung ist in den USA gängig und rechtskonform, etwa nach dem California Consumer Privacy Act", sagte Telekom-Sprecher Husam Azrak Golem.de. T-Mobile US nutze für Werbezwecke ein Set an Informationen, etwa Alter, allgemeine Standortdaten und Surfgewohnheiten, räumte er ein. "Die Daten werden zu IDs codiert und zu Interessensgruppen zusammengefasst." Eine Governance und ein Beratungsauftrag des Datenschutzbeirats des Telekom-Konzerns bestehe gegenüber T-Mobile US nicht, betonte Azrak.

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