Kundendaten: Amazon rückt keine Informationen über Datenschutzpanne raus

Bei Amazon gab es eine Datenpanne, die E-Mail-Adressen und Namen von Kunden standen im Netz. Was genau passiert ist, weiß jedoch keiner. Der Konzern schweigt sich über Details aus.

Artikel veröffentlicht am , Anna Biselli
Kurz vor den verkaufsstärksten Tagen des Jahres informiert Amazon über eine Datenpanne.
Kurz vor den verkaufsstärksten Tagen des Jahres informiert Amazon über eine Datenpanne. (Bild: Hello I'm Nik/Unsplash.com)

"Wir kontaktieren Sie, um Sie darüber zu informieren, dass aufgrund eines technischen Fehlers versehentlich Ihre E-Mail-Adresse und Ihr Name auf unserer Website angezeigt wurden." Eine solche E-Mail haben am Mittwoch wohl sehr viele Amazon-Kunden bekommen. Mit viel mehr Informationen rückte der Onlinehändler jedoch nicht heraus. Der Fehler sei behoben, Passwörter müssten nicht geändert werden.

Stellenmarkt
  1. (Medien-)Informatikerin / Kommunikationswissenschaftle- rin als IT-Verantwortliche (m/w/d) ... (m/w/d)
    Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V., München
  2. Ingenieur Machine Vision & Lasermarking Application Focus Softwaredevelopment (m/w/d)
    Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Erlangen
Detailsuche

Die Nachricht war knapp und ohne persönliche Anrede formuliert, manche Kunden vermuteten eine Phishing-Mail. Laut The Register stufte sogar eine britische Support-Abteilung auf Nachfrage die E-Mail versehentlich als Phishing ein und sagte einem Kunden, die Benachrichtigung stamme nicht von Amazon. Amazon bestätigte jedoch später die Echtheit der E-Mails. Auf Nachfrage von Kunden und verschiedener Medien verweigerte der Konzern weitere Informationen, viele Fragen bleiben offen: Wie viele Kunden waren betroffen? Wo und für wen waren die Daten zu sehen? Wie lange dauerte das Problem an?

Nach der ab Mai 2018 in Kraft getretenen Datenschutz-Grundverordnung haben Firmen die Pflicht, Kunden zu informieren, wenn es zu Datenschutzverletzungen kam. Die Benachrichtigungen sollten dabei zumindest folgende Informationen enthalten: Kontaktdaten einer Anlaufstelle für weitere Informationen, die wahrscheinlichen Folgen der Datenschutzverletzungen und die ergriffenen oder vorgeschlagenen Maßnahmen, um die Verletzung zu beheben.

Der Datenschutzbehörde müsste Amazon darüber hinaus mitteilen, wie viele Personen vermutlich betroffen waren. Ausnahmen für die Benachrichtigungspflichten bestehen dann, wenn aus dem Datenschutzproblem voraussichtlich kein Risiko für "die Rechte und Freiheiten" der betroffenen Personen entsteht. Laut dem Nachrichtenportal Techcrunch beobachtet die britische Datenschutzaufsichtsbehörde die Situation derzeit.

Golem Karrierewelt
  1. CEH Certified Ethical Hacker v11: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    30.05.-03.06.2022, Virtuell
  2. Container Management und Orchestrierung: virtueller Drei-Tage-Workshop
    22.-24.08.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Ende November beginnt die vorweihnachtliche Verkaufssaison im Onlinehandel und Amazon versucht vor allem am sogenannten Black Friday und Cyber Monday, mit Angeboten Käufer zu locken. Am Cyber Monday 2017 generierte der Onlinehandel in den USA Marktforschern zufolge etwa 5,7 Milliarden Euro Umsatz. Ob sich der geheimniskrämerische Umgang Amazons mit dem eigenen Datenschutzproblem auf das Vertrauen der Kunden und auf die Umsätze an den kommenden Verkaufstagen niederschlägt, bleibt abzuwarten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


nasenweis 02. Dez 2019

Zumal er dann auch noch eine Frage raushaut, ohne Fragezeichen. Mach ich doch gerne. :-)

merlinhst123 23. Nov 2018

Und vor allen kann die Strafe vom weltweiten Konzernumsatz berechnet werden. Und nicht...

rootarded 23. Nov 2018

(kwt)

Palerider 22. Nov 2018

mal sehe ich den Artikel im Ticker...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Prehistoric Planet
Danke, Apple, für so grandiose Dinosaurier!

Musik von Hans Zimmer, dazu David Attenborough als Sprecher: Apples Prehistoric Planet hat einen Kindheitstraum zum Leben erweckt.
Ein IMHO von Marc Sauter

Prehistoric Planet: Danke, Apple, für so grandiose Dinosaurier!
Artikel
  1. Star Wars: Cal Kestis kämpft in Jedi Survivor weiter
    Star Wars
    Cal Kestis kämpft in Jedi Survivor weiter

    EA hat offiziell den Nachfolger zu Star Wars Jedi Fallen Order angekündigt. Hauptfigur ist erneut Cal Kestis mit seinem Roboterkumpel BD-1.

  2. Fahrgastverband Pro Bahn: Wo das 9-Euro-Ticket sicher gilt
    Fahrgastverband Pro Bahn
    Wo das 9-Euro-Ticket sicher gilt

    Die Farbe der Züge ist entscheidend, was bei der Reiseplanung in der Deutsche-Bahn-App wenig nützt. Dafür laufen Fahrscheinkontrollen ins Leere.

  3. Retro Gaming: Wie man einen Emulator programmiert
    Retro Gaming
    Wie man einen Emulator programmiert

    Warum nicht mal selbst einen Emulator programmieren? Das ist lehrreich und macht Spaß - wenn er funktioniert. Wie es geht, zeigen wir am Gameboy.
    Von Johannes Hiltscher

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 evtl. bestellbar • Prime Video: Filme leihen für 0,99€ • Gigabyte RTX 3080 12GB günstig wie nie: 1.024€ • MSI Gaming-Monitor 32" 4K günstig wie nie: 999€ • Mindstar (u. a. AMD Ryzen 5 5600 179€, Palit RTX 3070 GamingPro 669€) • Days of Play (u. a. PS5-Controller 49,99€) [Werbung]
    •  /