Kundenbeschwerden: Tesla erhält schlechte Note von Verbraucherschützern

Das Better Business Bureau gab Tesla die US-Note "F" (eine deutsche 5 bis 6) für die Nichtbehebung von Kundenbeschwerden. Teilweise gab sich Tesla nach Angaben der Verbraucherschützer nicht einmal die Mühe, auf die Beschwerden zu antworten.
Laut einem Bericht in den Mercury News(öffnet im neuen Fenster) erhielten die US-Verbraucherschützer 65 offizielle Beschwerden über Tesla, aber nur 23 konnten für beide Seiten zufriedenstellend gelöst werden. Von den verbleibenden Beschwerden reagierte Tesla auf 10, bot aber keine adäquate Lösung an, und in 15 Fällen reagierte das Unternehmen überhaupt nicht. In den übrigen Fällen soll Tesla zwar reagiert haben, aber entweder habe der Kunde die Antwort abgelehnt oder den Verbraucherschützern nicht mitgeteilt, ob das Problem gelöst wurde.

Die Beanstandungen reichten von Gewährleistungsfragen bis hin zu vom Kunden als defekt bezeichneten Fußmatten. Eine offizielle Beschwerde hatte nichts mit den Autos von Tesla zu tun: Eine versprochene E-Mail-Quittung für den Kauf von zwei Tesla-T-Shirts wurde nicht verschickt.
Tesla quälen momentan aber weitaus größere Problem: Tesla-Chef Elon Musk, der sich aufgrund der viel zu langsam anlaufenden Produktion des Model 3 inzwischen persönlich um die Abläufe kümmert und nach eigenen Angaben in der Fabrik übernachtet, will die Wochenproduktion bis Ende Juni 2018 auf 6.000 Stück erhöhen. Eigentlich hätte Tesla diese Produktionsmenge längst erreichen müssen. Jüngst gab Musk zu, dass seine Automatisierungsbestrebungen zu ambitioniert gewesen seien.