• IT-Karriere:
  • Services:

Kultusministerkonferenz: Smartphones im Unterricht nutzen

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz findet, Handyverbote seien von gestern und will die Benutzung von Smartphones im Unterricht gestatten. Die Bremer Bildungssenatorin Bogedan will auf dem IT-Gipfel der Bundesregierung am 16. und 17. November in Saarbrücken werben.

Artikel veröffentlicht am ,
Jugendliche bei einem IT-Wettbewerb von Liberty Global in Amsterdam
Jugendliche bei einem IT-Wettbewerb von Liberty Global in Amsterdam (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz Claudia Bogedan ermutigt Lehrer, Schüler mit Smartphones arbeiten zu lassen. "Handyverbote sind von gestern", sagte Bogedan dem Spiegel. Da ohnehin nahezu jedes Kind solch ein Gerät besitze, sei es naheliegend, es auch im Unterricht einzusetzen. "Auch wenn sie privat ihre Geräte intensiv benutzen: Kompetenter Umgang ist das noch lange nicht."

Stellenmarkt
  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Bad Ems
  2. ING DiBA, Frankfurt am Main

Dass viele Schüler ihre Lehrer bei der digitalen Mediennutzung längst abgehängt haben, finde sie nicht schlimm, sagte Bogedan. "Ein Lehrer muss nicht wissen, welche Apps gerade angesagt sind." Allerdings brauchten Lehrer ein Grundverständnis dafür, wie im Netz kommuniziert werde, wie man Informationen finde und sie bewerte. Viele Schüler hingegen bewegten sich nicht sicher in der digitalen Welt.

Die Bremer Bildungssenatorin Bogedan ist seit knapp einem Jahr Präsidentin der Kultusministerkonferenz. Die Länderminister wollen den Umgang mit digitalen Medien in den Lehrplänen festschreiben und die Lehrer entsprechend fortbilden, so steht es in einem Strategiepapier vom Frühjahr. Dafür will Bogedan auch auf dem IT-Gipfel der Bundesregierung am 16. und 17. November in Saarbrücken werben.

Einige sind dagegen

Die Kommunen hatten das von Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) angekündigte Fünf-Milliarden-Programm des Bundes für die Digitalisierung an Schulen begrüßt, fordern aber eine weit höhere Investitionssumme von Bund und Ländern. "Digitale Bildung kostet Geld. Es fehlt bisher an einer abschließenden Kostenschätzung, aber es müssen mindestens 2,5 Milliarden Euro pro Jahr aufgewendet werden", sagte Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte-und Gemeindebundes.

Wanka hatte erklärt, der Bund werde mit dem Plan DigitalPaktD in den kommenden fünf Jahren alle rund 40.000 Schulen in Deutschland - ausgerechnet die Förderschulen sind ausgenommen - eine schnelle Internetanbindung, WLAN-Hotspots und Computer zur Verfügung stellen. Dafür wird die Bundesregierung 5 Milliarden Euro bereitstellen.

Einige Erziehungswissenschaftler haben sich in einer Erklärung gegen Wankas Vorschlag gewandt: "Wanka öffnet die Schule als profitablen Absatzmarkt für Tablet-PCs und WLAN mit einem Umsatz von über 100 Milliarden Euro in den nächsten Jahren. Lehrer sollen zu Lernbegleitern degradiert und eingespart werden." Die Konzepte für die "Digitale Bildung" seien in den Think Tanks von Bertelsmann und der Deutschen Telekom verfasst worden, Erkenntnisse der Pädagogik würden ignoriert.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-30%) 41,99€
  2. ab 1€
  3. 19€
  4. 42,49€

m_jazz 13. Nov 2016

Mir ist bisher keine Schule begegnet welche die Schulbücher nicht verleiht.

raphaelo00 12. Nov 2016

Die Dinge die theonlyone genannt hat, sind schon mal gute Beispiele. Wenn ein Lehrer das...

Amy Yma 12. Nov 2016

In Deutschland hat man das Thema IT in den Schulen lange verschlafen, wie man vieles...

blacklupus 12. Nov 2016

Ab 03:48:29 https://aufwachen-podcast.de/2016/11/01/a152-geruch-der-macht/#t=00:00


Folgen Sie uns
       


Samsung Galaxy S20 Ultra - Test

Das Galaxy S20 Ultra ist Samsungs Topmodell der Galaxy-S20-Reihe. Der südkoreanische Hersteller verbaut erstmals seinen 108-Megapixel-Kamerasensor - im Test haben wir uns aber mehr davon versprochen.

Samsung Galaxy S20 Ultra - Test Video aufrufen
Corona: Der Staat muss uns vor der Tracing-App schützen
Corona
Der Staat muss uns vor der Tracing-App schützen

Politiker wie Axel Voss fordern "Anreize" für die Nutzung der Corona-App. Doch das schafft nicht das notwendige Vertrauen in die staatliche Technik.
Ein Gastbeitrag von Stefan Brink und Clarissa Henning

  1. Schnittstelle installiert Android-Handys sind bereit für die Corona-Apps
  2. Corona-App Google und Apple stellen Bluetooth-API bereit
  3. Coronapandemie Quarantäne-App soll Gesundheitsämter entlasten

Maneater im Test: Bissiger Blödsinn
Maneater im Test
Bissiger Blödsinn

Wer schon immer als Bullenhai auf Menschenjagd gehen wollte - hier entlang schwimmen bitte. Maneater legt aber auch die Flosse in die Wunde.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Mount and Blade 2 angespielt Der König ist tot, lang lebe der Bannerlord
  2. Arkade Blaster 3D-Shooter mit der Plastikkanone spielen
  3. Wolcen im Test Düster, lootig, wuchtig!

Energieversorgung: Wasserstoff-Fabrik auf hoher See
Energieversorgung
Wasserstoff-Fabrik auf hoher See

Um überschüssigen Strom sinnvoll zu nutzen, sollen in der Nähe von Offshore-Windparks sogenannte Elektrolyseure installiert werden. Der dort produzierte Wasserstoff wird in bestehende Erdgaspipelines eingespeist.
Ein Bericht von Wolfgang Kempkens

  1. Industriestrategie EU plant Allianz für sauberen Wasserstoff
  2. Energie Dieses Blatt soll es wenden
  3. Energiewende Grüner Wasserstoff aus der Zinnschmelze

    •  /