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Kultrechner: Zwei neue C64 bringen den Brotkasten ins Jahr 2026

Von wegen alte Technik: Zwei spannende Varianten des C64 zeigen, wie viel moderne Hardware im Retrogewand stecken kann.
/ Peter Steinlechner
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Artwork des Handhelds The C64 (Bild: Blaze Entertainment / Retro Games)
Artwork des Handhelds The C64 Bild: Blaze Entertainment / Retro Games

Der Commodore 64 – auch bekannt als Brotkasten – erlebt ein doppeltes Comeback: als tragbarer Handheld und als technisch modernisierte Neuauflage für den Schreibtisch. Beide Ansätze setzen auf Nostalgie, gehen aber unterschiedliche Wege.

Für mobiles Gaming und Computing ist ein Handheld namens The C64 von Blaze Entertainment(öffnet im neuen Fenster) und Retro Games gedacht. Die portable Variante des Commodore 64 steckt in einem klappbaren Gehäuse, das optisch an frühe portable Computer erinnert.

Technisch bietet das Gerät ein 4,3-Zoll-IPS-Display mit 800 x 480 Pixel, einen Quad-Core-Prozessor mit 1,2 GHz sowie 256 MByte RAM. Der integrierte 2.000-mAh-Akku soll mehr als drei Stunden Laufzeit ermöglichen, geladen wird per USB-C.

Zur Ausstattung zählen ein Steuerkreuz, vier Aktionstasten und zusätzliche frei belegbare Funktionstasten. Dazu kommen Stereo-Lautsprecher, ein 3,5-mm-Klinkenanschluss sowie ein USB-A-Port für externe Tastaturen oder Joysticks.

25 installierte Spiele wie Boulder Dash oder Speedball 2 sind direkt spielbar, weitere Titel lassen sich per MicroSD-Karte ergänzen. Verschiedene Emulationsmodi erlauben es, unterschiedliche C64-Varianten inklusive PAL- und NTSC-Konfigurationen nachzubilden.

Der Handheld erscheint im Oktober 2026 für rund 130 Euro. Parallel kommt eine ähnlich aufgebaute portable Variante des ZX Spectrum auf den Markt.

Neue FPGA-Version von Commodore

Stärker auf Authentizität zielt eine Desktop-Neuauflage des C64 von Commodore(öffnet im neuen Fenster) selbst. Mit dem C64C Ultimate entsteht ein Rechner, der äußerlich aufgrund originaler Spritzgussformen nahezu identisch zum historischen Vorbild wirkt.

Im Inneren steckt jedoch moderne FPGA-Technik. Solche Field Programmable Gate Arrays (FPGA) sind frei konfigurierbare Chips, deren Logik sich so anpassen lässt, dass sie die ursprüngliche Hardware eines Systems exakt nachbilden können – präziser als klassische Software-Emulation.

Das FPGA-basierte Mainboard bringt zugleich zeitgemäße Schnittstellen mit, darunter HDMI für den direkten Anschluss an moderne Displays, USB-Ports für Peripherie sowie integriertes WLAN.

Der Rechner wird zudem mit installierten Spielen und Demos ausgeliefert. Ein gedrucktes, spiralgebundenes Handbuch soll zum einen die Bedienung erklären, zum anderen wieder in die Programmierung mit Basic einführen – ganz im Sinne des Originals.

Der Preis des Ultimate-C64 beginnt bei 300 US-Dollar, die Veröffentlichung ist für Ende 2026 geplant.


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