Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Kultfilm in neuer Fassung: Assembly Cut von Gremlins erstmals gezeigt

Erstmals ist eine verschollene Gremlins-Fassung gezeigt worden, mit neuen Szenen und deutlich längerer Laufzeit.
/ Peter Osteried
Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Ob der Assembly Cut jemals veröffentlicht wird, ist ungewiss, aber wohl eher unwahrscheinlich. (Bild: Warner Bros.)
Ob der Assembly Cut jemals veröffentlicht wird, ist ungewiss, aber wohl eher unwahrscheinlich. Bild: Warner Bros.

Eine lange verschollen geglaubte Rohfassung des Films Gremlins ist erstmals vor Publikum gezeigt worden. Wie das US-Branchenmagazin Hollywood Reporter berichtet(öffnet im neuen Fenster), wurde der sogenannte Assembly Cut bei einer geheimen Vorführung in Los Angeles präsentiert.

Die Fassung stammt aus dem Jahr 1983 und hat eine Laufzeit von mehr als zweieinhalb Stunden. Bei dem Material handelt es sich um einen frühen Schnitt von Regisseur Joe Dante, der auf einer VHS-Kopie aus dessen Privatarchiv basiert.

Laut dem Bericht wurde das Material vom The Gremlins Museum restauriert und digitalisiert. Solche Assembly Cuts enthalten typischerweise nahezu alle gedrehten Szenen, bevor sie für die finale Kinoversion gekürzt und strukturiert werden.

Erweiterte Szenen, mehr Handlungsstränge

Die Version unterscheidet sich deutlich vom bekannten Film. Demnach tritt der erste Gremlin erst erst nach etwa einer Stunde auf.

Zudem sollen zahlreiche alternative Einstellungen und erweiterte Szenen enthalten sein, darunter längere Sequenzen im Kaufhaus und in einer Bank. Auch werden Figuren ausführlicher eingeführt und erhalten zusätzliche Handlungsstränge.

Nicht enthalten ist hingegen eine bekannte Szene: der Monolog der Figur Kate über ihre Abneigung gegen Weihnachten. Diese Sequenz gehört in der Kinofassung zu den prägenden Momenten des Films.

Zach Galligan über den Assembly Cut

Schauspieler Zach Galligan, der im Film die Hauptfigur Billy Peltzer spielt, bezeichnete die Fassung in einer Fragerunde als deutlich anders aufgebaut. Sie enthalte rund eine Stunde zusätzliches Material, darunter auch Szenen, an deren Dreh er sich gar nicht mehr erinnere. Die erweiterte Version zeichne die Figuren differenzierter und stelle seine Rolle aktiver dar.


Relevante Themen