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Kuiper: Amazon enthüllt winzige Antennen für Satelliteninternet

Mit kleinen und kostengünstigen Empfangsterminals soll das Satelliteninternet Kuiper von Amazon ab 2024 Starlink Konkurrenz machen.
/ Andreas Donath
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Kleinste Antenne für Kuiper (Bild: Amazon)
Kleinste Antenne für Kuiper Bild: Amazon

Amazon hat für sein Satellitennetzwerk Kuiper drei Terminals vorgestellt(öffnet im neuen Fenster) , die teils deutlich kleiner als Starlinks Antennen sind.

Das kleinste Terminal für Kuiper ist quadratisch mit rund 18 cm Kantenläge, wiegt 450 Gramm und soll Verbindungsgeschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde ermöglichen.

Das mittlere Modell misst 28 x 28 x 2,5 cm, wiegt knapp 2,3 Kilogramm und erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 400 Megabit pro Sekunde. Das größte der drei Terminals hat eine Grundfläche von 48 x 76 cm und soll Geschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde ermöglichen. Letzteres richtet sich an gewerbliche Kunden.

In den Terminals soll ein von Amazon entwickelter Basisband-Chip mit dem Codenamen Prometheus stecken. Amazon betont, dass es die Produktionskosten für das mittlere Terminal, das für private Haushalte und kleine Unternehmen geeignet ist, unter 400 US-Dollar halten möchte. Details zum Verkaufspreis und zu den monatlichen Kosten wurden jedoch noch nicht bekanntgegeben.

Zum Vergleich: Starlink bietet die Empfangshardware in Deutschland für 450 Euro an. Dazu kommen monatliche Kosten von 80 Euro. Die Geschwindigkeiten bei Starlink liegen zwischen 50 und 200 Mbit/s.

Kommerzieller Start von Kuiper noch 2024

Laut Amazons Plänen sollen im Mai 2023 die ersten beiden Prototypen für das geplante Satellitennetzwerk starten. Ende 2023 soll dann die Massenfertigung beginnen. In der ersten Jahreshälfte 2024 ist geplant, die ersten Satelliten in eine Umlaufbahn zu befördern. Im selben Jahr sollen die ersten Kunden versorgt werden.

In der Endausbaustufe sollen bei Project Kuiper über 3.200 Satelliten genutzt werden.


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