Abo
  • Services:
Anzeige
Chip mit dem Bielefelder Memristor: Widerstand ändert sich kontinuierlich.
Chip mit dem Bielefelder Memristor: Widerstand ändert sich kontinuierlich. (Bild: Universität Bielefeld)

Künstliches Gehirn: Memristoren werden zu Synapsen

Chip mit dem Bielefelder Memristor: Widerstand ändert sich kontinuierlich.
Chip mit dem Bielefelder Memristor: Widerstand ändert sich kontinuierlich. (Bild: Universität Bielefeld)

Das Gehirn muss nicht programmiert werden - es lernt. Wissenschaftler versuchen deshalb, seinen Mechanismus nachzubauen. Der Bielefelder Forscher Andy Thomas versucht das mit Memristoren.

Einen Computer nach dem Vorbild des menschlichen Gehirns zu bauen, ist das Ziel von Andy Thomas. Als Nervenzellen nimmt der Bielefelder Physiker für seinen Hirncomputer Memristoren.

Memristoren (von: Memory, Speicher, und Resistor, elektrischer Widerstand) sind passive elektrische Bauteile, deren elektrischer Widerstand variabel ist und die als Verbindung von Stromleitungen eingesetzt werden können. Diese Bauteile sind ein elektronisches Pendant zu einer Synapse. Das ist der Teil einer Nervenzelle, über den sie eine Verbindung zu einer anderen Nervenzelle herstellt.

Anzeige

Lernt das Gehirn, werden zwischen Nervenzellen über die Synapsen Verbindungen hergestellt. So entstehen Schaltkreise im Gehirn, die stärker werden, je häufiger sie genutzt werden. Dieser Mechanismus lasse sich mit Memristoren nachbilden, erklärt Thomas in einem Aufsatz, der in der Märzausgabe der Fachzeitschrift Journal of Physics D: Applied Physics erscheinen wird. Das sei "ein erster Schritt zum neuromorphen Prozessor".

Wie bei einer Synapse ändern sich auch bei einem Memristor die Eigenschaften durch die Nutzung: Sein Widerstand hängt davon ab, wie stark der Strom war, der ihn früher durchflossen hat, und wie lange dieser Strom auf ihn eingewirkt hat. Aufgrund dieser Analogie eigneten sich Memristoren als Bauteile für ein künstliches Gehirn, sagt Thomas.

Zwar arbeite ein Memristor wie ein Bit, auf dem heutzutage Prozessoren beruhen, mit elektrischen Impulsen. Ein Bit kenne aber nur zwei Zustände: ein und aus. Der Widerstand des Memristors ändere sich aber kontinuierlich, weshalb er Informationen präziser speichere.

"Dadurch liefern Memristoren eine Grundlage zum allmählichen Lernen und Vergessen eines künstlichen Gehirns", erklärt Thomas. "Sie erlauben den Bau von äußerst stromsparenden und robusten Prozessoren, die von sich aus lernfähig sind."


eye home zur Startseite
pholem 02. Mär 2013

Schwarzmalerei war dem Fortschritt auch noch nie besonders förderlich.

LittleFox 21. Feb 2013

Ich dachte schon ich bin der einzige der wegen Bielefeld lachen musste :D

MArc. 21. Feb 2013

Es geht nicht darum, das menschliche Hirn als ganzes nachzubilden, sondern deren...

Speicherleiche 21. Feb 2013

http://www.humanbrainproject.eu/ Das geht ein wenig weiter, als bloße Memrisotren ;)



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Distec GmbH, Germering bei München, Landsberg am Lech oder Eisenach
  2. OPERATIONAL SERVICES GMBH & CO. KG, Berlin, Dresden, Frankfurt am Main, München
  3. DIEBOLD NIXDORF, Paderborn
  4. BOS GmbH & Co. KG, Ostfildern bei Stuttgart


Anzeige
Top-Angebote
  1. 9,49€ + Versandkosten (Steam Link einzeln kostet sonst 54,99€ und das Spiel regulär 11,99€)
  2. 254,15€ inkl. Gutscheincode PLUSBAY für Ebay-Plus-Mitglieder

Folgen Sie uns
       


  1. Depublizierung

    7-Tage-Löschfrist für ARD und ZDF im Internet fällt weg

  2. Netzneutralität

    Telekom darf Auflagen zu Stream On länger prüfen

  3. Spielebranche

    Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Pro und X erwartet

  4. Thunderobot ST-Plus im Praxistest

    Da gehe ich doch lieber wieder draußen spielen!

  5. Fahrdienst

    Alphabet investiert in Lyft

  6. Virtuelles Haustier

    Bandai kündigt "Classic Mini"-Version des Tamagotchi an

  7. News

    Facebook testet Abos für Nachrichten-Artikel

  8. Elon Musk

    Baut The Boring Company den Hyperloop?

  9. Mobilfunkausrüster

    Ericsson macht hohen Verlust

  10. Luminar

    Lightroom-Konkurrenz bringt sich in Stellung



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Indiegames-Rundschau: Fantastische Fantasy und das Echo der Doppelgänger
Indiegames-Rundschau
Fantastische Fantasy und das Echo der Doppelgänger
  1. Verlag IGN übernimmt Indiegames-Anbieter Humble Bundle
  2. Indiegames-Rundschau Cyberpunk, Knetmännchen und Kampfsportkünstler
  3. Indiegames-Rundschau Fantasysport, Burgbelagerungen und ein amorpher Blob

Xperia Touch im Test: Sonys coolem Android-Projektor fehlt das Killerfeature
Xperia Touch im Test
Sonys coolem Android-Projektor fehlt das Killerfeature
  1. Roboter Sony lässt Aibo als Alexa-Konkurrenten wieder auferstehen
  2. Sony Xperia XZ1 Compact im Test Alternativlos für Freunde kleiner Smartphones
  3. Sony Xperia XZ1 und XZ1 Compact sind erhältlich

Arktika 1 im Test: Monster-verseuchte Eiszeitschönheit
Arktika 1 im Test
Monster-verseuchte Eiszeitschönheit
  1. TPCast Oculus Rift erhält Funkmodul
  2. Oculus Go Alleine lauffähiges VR-Headset für 200 US-Dollar vorgestellt
  3. Virtual Reality Update bindet Steam-Rift in Oculus Home ein

  1. Re: Toll Überschrift, doch leider Fail... XBox X...

    Chris23235 | 15:05

  2. Re: Wunsch denken

    MrAnderson | 15:04

  3. Re: Singleplayer Teil ist ja schön und gut, aber...

    nachgefragt | 15:04

  4. Re: Musk hat das Konzept aus Space Quest II geklaut

    jsm | 15:04

  5. Re: Litium-Brände mit Wasser bekämpfen?!

    bombinho | 15:02


  1. 15:05

  2. 14:37

  3. 12:50

  4. 12:22

  5. 11:46

  6. 11:01

  7. 10:28

  8. 10:06


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel