Künstliche Muskeln: Skelettroboter klappert mit den Zähnen

Japanische Forscher haben einen humanoiden Roboter konstruiert - im Wortsinn: Sie haben ein lebensgroßes Skelett mit künstlichen Muskeln angetrieben. Das Skelett kann laufen und mit den Zähnen klappern.

Artikel veröffentlicht am ,
Roboter mit künstlichen Muskeln: Gang mit Open Simulator programmiert
Roboter mit künstlichen Muskeln: Gang mit Open Simulator programmiert (Bild: Suzumori Endo Lab/Screenshot: Golem.de)

Ein Skelett mit vielen Schläuchen: Forscher vom Tokyo Institute of Technology haben einen Roboter nach menschlichem Vorbild gebaut. Bewegt wird er von künstlichen Muskeln.

Stellenmarkt
  1. Service Manager Windows Serversysteme (m/w/d)
    operational services GmbH & Co. KG, Wolfsburg, Dresden, Ingolstadt, Leinfelden-Echterdingen
  2. Testautomatisierer IoT Suite (w/m/d)
    SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG, Bruchsal
Detailsuche

Ein Roboter nach menschlichem Vorbild - was liegt näher, als sich ein lebensgroßes Modell eines Skeletts zu schnappen. Das haben die Wissenschaftler um Koichi Suzumori mit künstlichen Muskeln ausgerüstet. So wollen sie menschliche Bewegungen reproduzieren.

Die Muskeln funktionieren pneumatisch

Die künstlichen Muskeln sind hohle Kunststofffasern, die einen Außendurchmesser von 2 bis 5 Millimetern haben. Angetrieben werden sie pneumatisch. Dabei können sie sich um 20 bis 25 Prozent verkürzen.

  • Die Muskeln bestehen aus hohlen Fasern. (Foto: Suzumori Endo Lab, Tokyo Institute of Technology)
  • Sie können Roboter antreiben, eignen sich aber auch für andere Anwendungen. (Foto: Suzumori Endo Lab, Tokyo Institute of Technology)
  • Die Forscher haben auch schon ein Exoskelett aus den künstlichen Muskeln gebaut. (Foto: Suzumori Endo Lab, Tokyo Institute of Technology)
Die Muskeln bestehen aus hohlen Fasern. (Foto: Suzumori Endo Lab, Tokyo Institute of Technology)

Ein Muskel besteht aus vielen solcher Fasern. Die Muskelstränge werden am Skelett befestigt - die Forscher haben der Einfachheit halber Haken in die Knochen geschraubt. Ein Bein des Roboters hat nach Angaben der Forscher fast so viele Muskel wie ein menschliches Bein.

Die Bewegungen sind langsam

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Die Bewegungen sehen zwar menschlich aus. Sie sind aber noch recht langsam und wirken unbeholfen. Der Roboter kann gehen, dabei ist er an einem Gestell aufgehängt. Der Gang wurde mit Open Simulator programmiert. Allerdings sieht das in der Simulation deutlich eleganter aus als in der Realität.

Die Forscher haben das Unternehmen S-Muscle gegründet, um die künstlichen Muskeln zu vermarkten. Damit lassen sich aber nicht nur Roboter betreiben. Suzumori und seine Kollegen haben auch schon ein elastisches Exoskelett gebaut, das dem Träger das Heben erleichtert.

Außer seinen Beinen kann der Roboter übrigens auch noch seine Arme und den Kiefer bewegen. Er kann abbeißen, mit den Kiefern mahlen und - stilecht für ein Skelett - mit den Zähnen klappern.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Tobias Claren 16. Jul 2016

Die in "IRobot" gezeigten Roboter (die laut Experten als für 2035 Realistisch gelten...

Necator 16. Jul 2016

Ist zwar Hydraulik, aber vom Konzept ist das ja ähnlich: https://en.m.wikipedia.org/wiki...

motzerator 15. Jul 2016

Einfach mit dem Hammer drauf hauen... :D

zZz 15. Jul 2016

Wenn Du die Erwartung hast, dass jede Nachricht eine Jubelmeldung ist, dann bist Du...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Amtlicher Energiekostenvergleich  
Benzinkosten mehr als doppelt so teuer wie Ladestrom

Vom 1. Oktober an müssen große Tankstellen einen Energiekostenvergleich aushängen. Dabei schneiden Elektroautos derzeit am besten ab.

Amtlicher Energiekostenvergleich: Benzinkosten mehr als doppelt so teuer wie Ladestrom
Artikel
  1. 600 Millionen Euro: Bundeswehr lässt Funkgeräte von 1982 nachbauen
    600 Millionen Euro
    Bundeswehr lässt Funkgeräte von 1982 nachbauen

    Das SEM 80/90 mit 16 KBit/s wird exakt nachgebaut, zum Stückpreis von rund 20.000 Euro. Das Retrogerät geht für die Bundeswehr in Serie.

  2. Foundation bei Apple TV+: Die unverfilmbare Asimov-Trilogie grandios verfilmt
    Foundation bei Apple TV+
    Die unverfilmbare Asimov-Trilogie grandios verfilmt

    Gegen die Welt von Asimovs Foundation-Trilogie wirkt Game of Thrones überschaubar. Apple hat mit einem enormen Budget eine enorme Science-Fiction-Serie geschaffen.
    Eine Rezension von Peter Osteried

  3. Jelly Scrolling: iPad mini 6 mit Wackelpudding-Scrolling
    Jelly Scrolling
    iPad mini 6 mit Wackelpudding-Scrolling

    Das neue iPad Mini 6 macht bei einigen Anwendern sichtbare Probleme. Beim Scrollen hinkt eine Bildschirmhälfte hinterher.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Alternate (u. a. DeepCool Matrexx 55 V3 ADD-RGB WH 49,98€) • Thunder X3 TC5 145,89€ • Toshiba Canvio Desktop 6 TB ab 99€ • Samsung 970 EVO Plus 2 TB 208,48€ • Lenovo-Laptops zu Bestpreisen • 19% auf Sony-TVs bei MM • WISO Steuer-Start 2021 10,39€ • Samsung Odyssey G7 499€ [Werbung]
    •  /