Künstliche Intelligenz: Wave Computing kauft MIPS

Das KI-Startup Wave Computing hat MIPS übernommen und plant, entsprechende CPU-Kerne für künftige Dataflow Processing Units (DPU) genannte Chips für Künstliche Intelligenz zu verwenden.

Artikel veröffentlicht am ,
Ein DPU-Chip von Wave Computing
Ein DPU-Chip von Wave Computing (Bild: The Next Platform)

MIPS hat einen neuen Besitzer: Der heißt Wave Computing und ist ein KI-Startup aus den USA. Bisher gehörte MIPS Technologies einer Investorengruppe namens Tallwood Venture Capital, die den CPU-Entwickler von Imagination Technologies für 65 Millionen US-Dollar abgekauft hatten. Hinter dem Unternehmen steht Dado Banatao, der einst auch S3 Graphics - heute Teil von HTC - gründete.

Stellenmarkt
  1. Mathematiker, Statistiker, Aktuar im Aktuariat (m/w/d)
    Allianz Deutschland AG, Unterföhring
  2. Senior Service Manager ServiceNow (m/w/d)
    operational services GmbH & Co. KG, verschiedene Standorte
Detailsuche

Wave Computing entwirft Chips für Künstliche Intelligenz, die KI-Beschleuniger werden als Dataflow Processing Units (DPU) bezeichnet. Vier davon werden zusammen mit Micron Hybrid Memory Cubes, also DRAM-Stapeln, auf einem Board verbunden und dann vier Platinen kombiniert. Wave Computing zufolge wird Googles Tensorflow unterstützt, bereits eine einzelne DPU soll bei Word2Vec viel schneller rechnen als zwei Intel-Xeon und vier Nvidia Tesla V100. Die theoretische Rechenleistung des Wave Deep Learning Computers soll 2,9 Teraops betragen. Die DPUs beherrschen 8-Bit-, 16-Bit- und 32-Bit-Formate.

Schon im März 2018 hatte Wave Computing angekündigt, in Zukunft auf 64-Bit-MIPS-Technik statt auf ARM oder RISC-V zu setzen. Die US-Amerikaner halten über 70 Patente, das Unternehmen hat seit der Gründung 2010 mehr als 100 Millionen US-Dollar an Investorenkapital erhalten, unter anderem von Tallwood Venture Capital.

MIPS Computer Systems wurde 1984 unter anderem von John Hennessy, der auch Atheros ins Leben rief, gegründet und entwickelt seitdem RSIC-basierte CPU-Kerne. 1994 wurde MIPS von SGI übernommen und 2013 an Imagination Technologies verkauft. Die MIPS-Architektur steckt unter anderem in vielen Routern, aber auch im Nintendo 64, in Sonys Playstation 2 und in früheren Supercomputern.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Rocket 1
3D-Druck vom Kopf auf die Füße gestellt

Eine der interessantesten Crowdfunding-Kampagnen für 3D-Drucker seit Jahren lässt einige wichtige Fragen offen.
Von Elias Dinter

Rocket 1: 3D-Druck vom Kopf auf die Füße gestellt
Artikel
  1. Hohe Lichtstärke: Nikon stellt 400-mm-Objektiv mit f2,8 vor
    Hohe Lichtstärke
    Nikon stellt 400-mm-Objektiv mit f2,8 vor

    Nikon bringt mit dem Nikkor Z 400 mm 1:2,8 TC VR S ein besonders lichtstarkes Teleobjektiv mit integriertem Telekonverter auf den Markt.

  2. Corona-Warn-App: Jede geteilte Warnung kostete 100 Euro
    Corona-Warn-App
    Jede geteilte Warnung kostete 100 Euro

    Die Bundesregierung hat für die Corona-Warn-App bisher mehr als 130 Millionen Euro ausgegeben. Derzeit gibt es besonders viele rote Warnungen.

  3. Konzeptfahrzeug: Elektrisches Wohnmobil von Winnebago vorgestellt
    Konzeptfahrzeug
    Elektrisches Wohnmobil von Winnebago vorgestellt

    Winnebago hat das Konzeptfahrzeug für ein künftiges Wohnmobil mit Elektroantrieb vorgestellt, das auf dem Ford Transit basiert.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3090 2.399€ • LG OLED (2021) 40% günstiger (u.a. 65" 1.599€) • RTX 3060 Ti 799€ • MindStar (u.a. 32GB DDR5-6000 389€) • Seagate Firecuda 530 1TB inkl. Kühlkörper + 20€ PSN-Guthaben 189,90€ • HP Omen Gaming-Stuhl 319€ [Werbung]
    •  /