Künstliche Intelligenz: Watson ersetzt Mitarbeiter bei japanischer Versicherung

Computer statt Mensch: Die japanische Versicherung Fukoku Mutual Life Insurance(öffnet im neuen Fenster) will einen Teil seiner Mitarbeiter ersetzen. Ihre Arbeit soll IBMs Supercomputer Watson übernehmen.
Watson soll zwei Aufgaben bekommen: Zum einen soll die künstliche Intelligenz (KI) für die Auszahlung relevante Dokumente von Ärzten und Krankenhäusern auswerten, in denen beispielsweise die medizinische Behandlung oder die Dauer eines Krankenhausaufenthalts beschrieben sind.
Computer soll unberechtigte Zahlungen verhindern
Zum anderen soll das System den Vertrag eines Versicherten prüfen, ob eine Beschränkung in der Höhe der Auszahlung vereinbart ist. Das soll verhindern, dass die Versicherung zu viel Geld auszahlt.
Im Geschäftsjahr 2015 gab es bei der Fukoku Mutual Life Insurance rund 132.000 solcher Fälle, die rund 130 Mitarbeiter bearbeiteten. Davon will das Versicherungsunternehmen bis März 2017 gut ein Viertel einsparen. In diesem Monat will Fukoku Mutual nach eigenen Angaben(öffnet im neuen Fenster) mit der Einführung des IBM Watson Explorers beginnen. Das System wird bereits zur Stimmanalyse bei Kundenbeschwerden eingesetzt.
Watson spart Personalkosten
Durch die Installation des IBM-Systems will Fukoku Mutual langfristig Geld sparen: Das System selbst koste rund 200 Millionen Yen, umgerechnet etwa 1,6 Millionen Euro, berichtet die Tageszeitung The Mainichi(öffnet im neuen Fenster) . Hinzu kämen Unterhaltskosten von 15 Millionen Yen, etwa 120.000 Euro, im Jahr. Im Gegenzug spare das Unternehmen durch die Streichung von 34 Stellen pro Jahr 140 Millionen Yen, gut 1,1 Millionen Euro.
Fukoku ist laut Mainichi nicht das einzige Versicherungsunternehmen in Japan, das KI einsetzt.



