Künstliche Intelligenz: Ultimative Gegner-KI für Civilization gesucht

Computer können schon richtig gut Go spielen , und auch mit Doom kommen sie zurecht. Es gibt aber noch weitere Herausforderungen für Künstliche Intelligenz – Civilization etwa. Das Frankfurter Unternehmen Arago arbeitet derzeit an Algorithmen, die möglichst bald in der Lage sein sollen, auch den besten Strategiespieler in Freeciv zu schlagen.

Arago ist in der Öffentlichkeit unbekannt, tatsächlich aber gilt die Firma als Spezialist für Künstliche Intelligenz, deren Software vor allem bei der Automatisierung von IT-Infrastrukturen zum Einsatz kommt
Ein Computer, der in Civilization klug agiert(öffnet im neuen Fenster) : Das klingt – typisch für solche Sachen – viel einfacher, als es tatsächlich ist. Die KI muss eine ganze Reihe höchst unterschiedlicher Aufgaben gleichzeitig sinnvoll und mit Blick auf die langfristige Entwicklung bearbeiten: Aufbau und Ausbau des Einflussbereichs, Politik und Diplomatie, Forschung und Militär.
Sogar eine Art künstliche Neugier auf ungewöhnliches Vorgehen bekommt die Künstliche Intelligenz einprogrammiert. Im neuen Civilization 6 ist der Computergegner mit all dem ziemlich überfordert, dabei muss er ja noch nicht einmal unbedingt gegen die besten menschlichen Spieler bestehen.

Arago verwendet für die Aufgabe eine angepasste Version seiner Software Human Intelligence Robotically Optimized (Hiro). Sie soll sinnvolle Taktiken erkennen und analysieren und diese dann mit Verfahren des Maschinenlernens immer weiter optimieren können. Mit dem Projekt möchte Arago sein Team mit einer spannenden Herausforderung konfrontieren – und seinen Kunden ein möglichst anschauliches, leicht nachvollziehbares Fallbeispiel zeigen können.
Spieler können sich an dem Projekt beteiligen, in dem sie nach der Anmeldung(öffnet im neuen Fenster) in zwei Partien des auch als Web-Anwendung verfügbaren Freeciv gegen die aktuelle Version von Hiro antreten. Die KI wird vom Menschen trainiert, damit sie über die Zeit hinweg immer klüger wird.