Abo
  • Services:
Anzeige
Jakob Rasmussen von Apex Game Tool auf der Unite 2016
Jakob Rasmussen von Apex Game Tool auf der Unite 2016 (Bild: Peter Steinlechner/Golem.de)

Künstliche Intelligenz: Spiele zwischen Behaviour Trees und neuronalen Netzwerken

Jakob Rasmussen von Apex Game Tool auf der Unite 2016
Jakob Rasmussen von Apex Game Tool auf der Unite 2016 (Bild: Peter Steinlechner/Golem.de)

Figuren in Computerspielen müssen mehr können als den Weg zu finden und einen Feind zu treffen. Technische Lösungen gibt es mehrere, in der Praxis könnte sich die Utility AI durchsetzen, sagte Jakob Rasmussen von Apex Game Tools bei einem Entwicklertreffen.

Der Dämon feuert bei einem Punktewert von 80 einen Schuss auf einen Gegner ab und geht bei einem Punktewert von 60 in Deckung. Es dürfte klar sein, was er macht: schießen. Das ist - extrem vereinfacht - auch schon das Grundprinzip von Utility AI. Auf dem Entwicklertreffen Unite 2016 in Amsterdam hat der Informatiker Jakob Rasmussen dafür geworben, künftig verstärkt auf dieses Verfahren zu setzen.

Anzeige

Mit seiner Firma Apex Game Tools bietet er eine entsprechende Middleware an, die auf Utility AI setzt. Tatsächlich hat das Verfahren Vorteile. Es ist mit Blick auf Komplexität, Ressourcenverbrauch und Anwendungsfreundlichkeit zwischen den meist noch genutzten Wenn-Dann-Verkettungen (den Behaviour Trees) sowie den aufwendigen neuronalen Netzwerken angesiedelt.

Bei Behaviour Trees wird es schon knifflig, wenn minimal komplexere Entscheidungen anstehen. Wenn ein computergesteuerter Soldat etwa weiß, dass er noch drei Kugeln hat, aber vier Feinde auf ihn einstürmen - was soll er dann tun?

Laut Rasmussen wäre Utility AI damit nicht überfordert: Jeder von vielen Möglichkeiten würden variable Werte zugewiesen, die Aktion mit dem höchsten Wert werde ausgeführt. Das habe zusätzlich den Vorteil, dass Entwickler das Verhalten der KI-Charaktere durch ein Zufallselement abwechslungsreich und unvorhersehbar gestalten könnten.

Flexible Feinde

Auch deshalb eigne sich Utility AI für Indiegames mit ungewöhnlichen Ideen, weil dort die künstliche Intelligenz in der Lage sein müsse, flexibel zu reagieren. Das Verfahren soll nicht nur kämpfen, sondern auch mit anderen Aktionen funktionieren, etwa mit menügestützten Dialogsystemen. Auch dabei könnten Indiegames profitieren, weil sich durch einen hohen Überraschungsfaktor der Widerspielwert der manchmal eher kurzen Titel erhöhen könnte.

Langfristig sieht aber auch Rasmussen die großen Vorteile neuronaler Netzwerke. Für kleine und mittlere Studios seien die Herausforderungen jedoch hoch: In der Praxis seien selbst mit leistungsstarker Hardware immer wieder stundenlange Rechendurchgänge nötig, und die Ergebnisse seien manchmal - typisch für das Verfahren - anders als erwartet.


eye home zur Startseite
minnime 03. Jun 2016

Als ich das mit den Punkten gelesen habe, dachte ich zuerst an die gute alte Fuzzy Logic...

Cok3.Zer0 02. Jun 2016

Warum neuronale Netze? Weil man das in der Uni so lernt? Als nächstes stellt sich jemand...

minecrawlerx 02. Jun 2016

Und so viel neue Infos aus der Spiele Entwicklung. Ich nehme an, dieser Artikel ist ein...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. operational services GmbH & Co. KG, Sindelfingen
  2. Robert Bosch GmbH, Schwieberdingen
  3. ARRK ENGINEERING, München
  4. Bürstner GmbH & Co. KG, Kehl


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 12,99€
  2. (u. a. BioShock: The Collection 16,99€, Borderlands 2 GOTY 7,99€, Civilization VI 35,99€ und...

Folgen Sie uns
       


  1. U-Bahn

    Telefónica baut BTS-Hotels im Berliner Untergrund

  2. Kabelnetz

    Statt auf Docsis 3.1 lieber gleich auf Glasfaser setzen

  3. Virtuelle Güter

    Activision patentiert Förderung von Mikrotransaktionen

  4. Nervana Neural Network Processor

    Intels KI-Chip erscheint Ende 2017

  5. RSA-Sicherheitslücke

    Infineon erzeugt Millionen unsicherer Krypto-Schlüssel

  6. The Evil Within 2 im Test

    Überleben in der Horror-Matrix

  7. S410

    Getacs modulares Outdoor-Notebook bekommt neue CPUs

  8. Smartphone

    Qualcomm zeigt 5G-Referenz-Gerät

  9. Garmin Speak

    Neuer Alexa-Lautsprecher fürs Auto zeigt den Weg an

  10. Datenrate

    Kunden wollen schnelle Internetzugänge



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Elektromobilität: Niederlande beschließen Aus für Verbrennungsautos
Elektromobilität
Niederlande beschließen Aus für Verbrennungsautos
  1. World Solar Challenge Regen in Australien verdirbt Solarrennern den Spaß
  2. Ab 2030 EU-Komission will Elektroauto-Quote
  3. Mit ZF und Nvidia Deutsche Post entwickelt autonome Streetscooter

Verschlüsselung: Niemand hat die Absicht, TLS zu knacken
Verschlüsselung
Niemand hat die Absicht, TLS zu knacken
  1. TLS-Zertifikate Zertifizierungsstellen müssen CAA-Records prüfen
  2. Apache-Lizenz 2.0 OpenSSL-Lizenzwechsel führt zu Code-Entfernungen
  3. Certificate Transparency Webanwendungen hacken, bevor sie installiert sind

Zotac Zbox PI225 im Test: Der Kreditkarten-Rechner
Zotac Zbox PI225 im Test
Der Kreditkarten-Rechner

  1. Anbieterbezeichnung so langsam überholt

    Golressy | 02:39

  2. Re: Macht da bitte nicht mit

    sofries | 02:33

  3. Re: Activision patentiert Förderung von Krebs

    sofries | 02:17

  4. Re: Kosten ...

    DAUVersteher | 02:11

  5. Re: 50MBps

    bombinho | 02:01


  1. 19:09

  2. 17:40

  3. 17:02

  4. 16:35

  5. 15:53

  6. 15:00

  7. 14:31

  8. 14:16


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel