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Künstliche Intelligenz: Spiegel kooperiert mit KI-Suchmaschine Perplexity AI

Die Spiegel-Verlagsgruppe möchte eigene Inhalte prominenter bei der KI - Suchmaschine von Perplexity AI platzieren. Zu Trainingszwecken sollen diese allerdings nicht verwendet werden.
/ Tobias Költzsch , dpa
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Die Suchmaschine von Perplexity AI soll mit KI Internetsuchen zusammenfassen. (Symbolbild) (Bild: Pixabay)
Die Suchmaschine von Perplexity AI soll mit KI Internetsuchen zusammenfassen. (Symbolbild) Bild: Pixabay / Pixabay-Lizenz

Die Verlagsgruppe um das Nachrichtenmagazin Der Spiegel arbeitet künftig mit dem Google-Herausforderer Perplexity AI im Bereich der künstlichen Intelligenz zusammen. Ein Ziel der Vereinbarung sei es, Spiegel-Inhalte auf der Plattform von Perplexity(öffnet im neuen Fenster) sichtbarer zu machen, heißt es in einem Blog-Eintrag(öffnet im neuen Fenster) des Hamburger Medienhauses. Der Spiegel erhalte dafür einen Anteil an den mit seinen Inhalten erwirtschafteten Werbeeinnahmen.

Die Vereinbarung des Spiegels mit Perplexity ist ein Teil einer umfassenden Medienkooperation des Start-up-Unternehmens aus San Francisco. An dem Perplexity-Publisher-Programm nehmen außerdem das Time Magazine, Fortune, Entrepreneur und die Texas Tribune teil.

Zur Hamburger Verlagsgruppe gehören neben dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel auch das Manager Magazin, Spiegel TV und das Fußball-Magazin 11 Freunde. Die Gruppe betont, man entscheide selbst, welche Inhalte man Perplexity zur Verfügung stelle.

Chatbot fasst Suchergebnisse zusammen

Perplexity hat einen Chatbot entwickelt, der Suchergebnisse zusammenfassen und auf Quellen verweisen kann. Die zentrale Idee dabei ist, konkrete Antworten statt einer Sammlung von Weblinks zu liefern. Zu den frühen Investoren bei Perplexity AI gehören Amazon-Gründer Jeff Bezos, dem auch die Washington Post gehört, und der Chip-Hersteller Nvidia.

Dem Spiegel zufolge sollen die eigenen Inhalte nicht zum Training eines Sprachmodells verwendet werden. Christoph Zimmer, Leiter der Produktentwicklung der Spiegel-Gruppe, sagt, künstliche Intelligenz habe das Potenzial, die Verarbeitung und Nutzung von Information in der Öffentlichkeit grundlegend zu verändern.

"Was unseren Journalismus wirklich besser macht und was nur eine faszinierende Spielerei ist, wird sich erst zeigen, wenn wir mit den neuen Möglichkeiten experimentieren, scheitern und neue Ideen entwickeln. Wir sind überzeugt, dass wir diesen Weg gemeinsam mit gleichgesinnten und innovativen Anbietern künstlicher Intelligenz gehen sollten."


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