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Künstliche Intelligenz: Soderbergh plant umfangreichen KI-Einsatz bei neuem Film

Regisseur Steven Soderbergh will für seinen nächsten Film verstärkt auf KI setzen – auch bei einem neuen Kriegsprojekt.
/ Peter Osteried
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Bei seiner Dokumentation will Steven Soderbergh traumartige Bilder, die per KI erschaffen wurden, einsetzen. (Bild: United Artists)
Bei seiner Dokumentation will Steven Soderbergh traumartige Bilder, die per KI erschaffen wurden, einsetzen. Bild: United Artists

Der US-Regisseur Steven Soderbergh will bei seinem nächsten Spielfilm verstärkt auf künstliche Intelligenz setzen. Wie die US-amerikanische Branchenwebsite Deadline(öffnet im neuen Fenster) berichtet, plant der Oscar-Preisträger ein Projekt über den Spanisch-Amerikanischen Krieg und sieht KI dabei als zentrales Werkzeug. Eine Hauptrolle soll der brasilianische Schauspieler Wagner Moura übernehmen.

Die Geschichte ist aktueller denn je

Soderbergh bezeichnet den Stoff als bislang kaum erzählte Geschichte mit aktueller Relevanz. Die Produktion befindet sich noch in einer frühen Phase, insbesondere die Besetzung weiterer Rollen und das Budget sind laut Bericht noch offen. Zwei Studios sollen Interesse zeigen, entscheidend sei jedoch, ob sich das Projekt wirtschaftlich realisieren lässt.

Parallel arbeitet der Regisseur an einer Dokumentation über John Lennon und Yoko Ono. Auch dort kommt KI bereits zum Einsatz. Laut Soderbergh dient die Technologie vor allem dazu, visuelle Sequenzen zu erzeugen, die keine konkrete Realität abbilden, sondern eher abstrakte oder traumartige Inhalte transportieren.

Der Filmemacher beschreibt die KI-generierten Bilder als Ergänzung zum Archivmaterial. Rund 90 Prozent der Dokumentation bestehen demnach aus historischen Aufnahmen, während kürzere Passagen mit künstlich erzeugten Bildern gestaltet sind. Diese kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn inhaltlich abstrakte oder philosophische Themen behandelt werden.

Experimentell

Trotz der experimentellen Nutzung betont Soderbergh die Notwendigkeit menschlicher Kontrolle. KI sei ein Werkzeug, das präzise Anleitung erfordere und ohne enge kreative Steuerung nicht sinnvoll eingesetzt werden könne. Die Technologie eröffne zwar neue Möglichkeiten, ersetze aber keine klassische filmische Arbeit.

Der geplante Spielfilm könnte zu den ersten größeren Produktionen gehören, die KI gezielt in mehreren Bereichen der Filmgestaltung einsetzen.


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