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Künstliche Intelligenz: Physik-Nobelpreis für Pioniere des Machine Learnings

Der diesjährige Physik-Nobelpreis geht an zwei Wissenschaftler, die Grundlagen für das maschinelle Lernen geschaffen haben.
/ Werner Pluta , dpa
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Nobelpreis-Träger für Physik 2024: John Hopfield (l) und Geoffrey Hinton (Bild: Niklas Elmehed / Nobel Prize Outreach)
Nobelpreis-Träger für Physik 2024: John Hopfield (l) und Geoffrey Hinton Bild: Niklas Elmehed / Nobel Prize Outreach

Der Nobelpreis für Physik 2024 wurde an John Hopfield und Geoffrey Hinton verliehen. Beide haben grundlegende Entdeckungen und Erfindungen gemacht, die maschinelles Lernen mit künstlichen neuronalen Netzen ermöglichen.

Hopfield (91) und Hinton (76) hätten Werkzeuge aus der Physik genutzt, um den Grundstein für das heutige leistungsstarke maschinelle Lernen zu legen, teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften mit(öffnet im neuen Fenster) . "Das maschinelle Lernen auf der Grundlage künstlicher neuronaler Netze revolutioniert derzeit die Wissenschaft, die Technik und das tägliche Leben." Die beiden Forscher teilen sich das Preisgeld in Höhe von elf Millionen Kronen (knapp 970.000 Euro).

Hopfield erfand ein nach ihm benanntes Netzwerk, das eine Methode zum Speichern und Wiederherstellen von Mustern verwendet. Der in Großbritannien geborene Hinton verwendete dieses Hopfield-Netzwerk als Grundlage für ein neues Netzwerk, das eine andere Methode verwendet: die Boltzmann-Maschine(öffnet im neuen Fenster) . Diese kann lernen, charakteristische Elemente in einer bestimmten Art von Daten zu erkennen.

Die Errungenschaften sind bereits im Einsatz

"Die Arbeit der Preisträger ist bereits von größtem Nutzen. In der Physik verwenden wir künstliche neuronale Netze in einer Vielzahl von Bereichen, beispielsweise bei der Entwicklung neuer Materialien mit spezifischen Eigenschaften" , sagte Ellen Moons, Vorsitzende des Nobelkomitees für Physik.

Am Montag wurden die Nobelpreisträger für Medizin verkündet: Die Auszeichnung geht in diesem Jahr an die US-Wissenschaftler Victor Ambros und Gary Ruvkun für die Entdeckung der microRNA und ihrer Rolle bei der Genregulierung(öffnet im neuen Fenster) . Auch im Vorjahr hatte der Medizin-Nobelpreis mit microRNA zu tun: Katalin Karikó und der US-Amerikaner Drew Weissman erhielten ihn für ihre grundlegenden Arbeiten zu mRNA-Impfstoffen gegen Covid-19 .

In dieser Woche werden noch die Nobelpreise für Chemie und Literatur sowie der Friedensnobelpreis verkündet, am kommenden Montag der Wirtschafts-Nobelpreis. Die Preise werden am 10. Dezember, dem Todestag von Alfred Nobel, vom schwedischen König überreicht.


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