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Künstliche Intelligenz: Openclaw bekommt eigene Apps für iOS und Android

Die Open-Source-KI Openclaw lässt sich per iOS- und Android-App steuern. Die Mobilgeräte dienen dabei als selbstgehostete Knotenpunkte.
/ Nils Matthiesen
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Openclaw erhält eigene mobile Apps. (Symbolbild) (Bild: Riccardo Milani / Hans Lucas / AFP via Getty Images)
Openclaw erhält eigene mobile Apps. (Symbolbild) Bild: Riccardo Milani / Hans Lucas / AFP via Getty Images

Das Open-Source-Projekt Openclaw hat native Begleit-Apps(öffnet im neuen Fenster) für die mobilen Betriebssysteme iOS und Android veröffentlicht. Die Anwendungen stehen im Apple App Store und im Google Play Store kostenlos zum Download bereit. Bei den mobilen Anwendungen handelt es sich jedoch nicht um eigenständige Chatbots. Stattdessen fungieren die Smartphones als zusätzliche Knotenpunkte innerhalb eines dezentralen, selbstgehosteten Agenten-Netzwerks. Die noch niedrigen Downloadzahlen im Google Play Store deuten allerdings darauf hin, dass sich das Projekt in einem frühen Stadium befindet.

Das eigentliche Herzstück der KI, die in Typescript geschriebene Kernsoftware, läuft separat auf einem eigenen Server oder lokalen Computer. Mittlerweile wird Openclaw von einer eigenen Foundation betrieben. Dieser Schritt erfolgte, nachdem der Gründer Peter Steinberger zu OpenAI gewechselt war. OpenAI sagte bei der Ankündigung von Steinbergers Anstellung eine nicht näher spezifizierte Unterstützung für die Organisation zu.

Verbindung mit dem privaten Gateway-Server

Für den Betrieb setzt das System ein laufendes Openclaw-Gateway voraus, welches Anwender auf MacOS, Linux oder Windows via WSL2 einrichten können. Die Mobilgeräte verbinden sich über das Websocket-Protokoll auf dem Standard-Port 18789 mit diesem Kontrollzentrum. Befinden sich Smartphone und Server im selben lokalen WLAN-Netzwerk, erfolgt die Erkennung automatisch über mDNS oder Bonjour. Für den Fernzugriff von unterwegs lässt sich das System mit verschlüsselten Netzwerklösungen wie Tailscale kombinieren. Jede neue Gerätekopplung erfordert aus Sicherheitsgründen eine explizite Freigabe durch den Administrator direkt auf dem Gateway-Server. Die Koppelungsdaten verbleiben dabei verschlüsselt auf dem Endgerät.

Hardware-Zugriff und Sprachsteuerung im Fokus

Durch die Verknüpfung erhält der KI-Agent Zugriff auf die Hardwarefunktionen des Smartphones. Nutzer können über die App Echtzeit-Sprachkonversationen führen. Der Sprachmodus nutzt dafür die Mikrofonschnittstelle des Geräts, wobei die Verarbeitung und Weiterleitung über das Gateway erfolgt. Zudem lassen sich Berechtigungen für den Zugriff auf die Kamera, den Bildschirminhalt, den Standort, Fotos, Kontakte, den Kalender sowie eingehende Benachrichtigungen erteilen.

Die iOS-Variante erlaubt es zusätzlich, geplante Aktionen des Agenten direkt auf dem iPhone-Bildschirm zu prüfen und freizugeben. Die Entwickler betonen den lokalen Ansatz des Projekts. Laut der offiziellen Store-Selbstauskunft werden über die Apps keine Benutzerdaten gesammelt. Alle API-Schlüssel verbleiben unter voller Kontrolle des Nutzers auf dessen eigener Hardware.


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