Künstliche Intelligenz: OpenAI begrenzt Umsatzbeteiligung für Microsoft
OpenAI und Microsoft haben ihre Kooperationsvereinbarung überarbeitet. Laut eines am 27. April 2026 von OpenAI veröffentlichten Blogbeitrags(öffnet im neuen Fenster) hat das KI-Unternehmen nun die Möglichkeit, die Umsatzbeteiligung von Microsoft zu begrenzen und Produkte unabhängig vom Cloud-Anbieter an seine Kunden zu liefern.
Die Umsatzbeteiligungen für Microsoft haben jetzt eine Obergrenze von 20 Prozent. Die Zahlungen sollen bis zum Jahr 2030 unabhängig vom technologischen Fortschritt bei OpenAI fortgesetzt werden. Microsoft müsse zudem keine Umsatzbeteiligung mehr an OpenAI zahlen, heißt es weiter.
Microsoft muss außerdem nicht mehr entscheiden, wie es reagiert, sollte OpenAI eine Artificial General Intelligence (AGI) erreichen. Bislang hieß es, dass OpenAI-Investoren einen Teil der Gewinne behalten dürfen, bis mit der KI 100 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet werden können.
Azure bleibt primärer Cloud-Anbieter
OpenAI erklärte, dass Microsoft weiterhin der primäre Cloud-Anbieter des Unternehmens bleibt und KI-Produkte vorrangig auf Azure ausgeliefert werden, man aber mit Kunden aller Cloud-Anbieter zusammenarbeiten könne, einschließlich Google und Amazon.
Am 14. April 2026 wurde ein internes Memo von OpenAI bekannt, in dem Denise Dresser, OpenAIs Vertriebsleiterin, Microsoft als einen wichtigen Partner bezeichnete, es OpenAI zugleich aber daran gehindert habe, Unternehmenskunden dort zu erreichen, wo die ihre Software betreiben.
Viele potenzielle Kunden lagern ihre Daten beim Cloud-Anbieter AWS, der zu Amazon gehört. Das Unternehmen kündigte im Februar 2026 an, bis zu 50 Milliarden US-Dollar in OpenAI investieren zu wollen. Damit könnte es zur weiteren Unabhängigkeit des KI‑Unternehmens von Microsoft beitragen.
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