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Künstliche Intelligenz: Neuer Sprachassistent Viv spielt Siri sprachlos an die Wand

Die Entwickler von Siri haben mit Viv einen neuen Sprachassistenten vorgestellt, der deutlich leistungsfähiger ist, mit anderen Diensten Kontakt aufnimmt und sogar einkaufen, Essen bestellen und Geld überweisen kann.
/ Andreas Donath
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Sprachassistent Viv ist deutlich offener als Siri. (Bild: Viv/Screenshot: Golem.de)
Sprachassistent Viv ist deutlich offener als Siri. Bild: Viv/Screenshot: Golem.de

Dag Kittlaus und Adam Cheyer, die schon an Siri mitentwickelten, bevor ihr Unternehmen von Apple gekauft wurde, sind mit Viv(öffnet im neuen Fenster) zurück. Der neue Sprachassistent wurde auf der Veranstaltung Disrupt NYC 2016(öffnet im neuen Fenster) vorgestellt. Bisher handelt es sich dabei um eine iOS-App, doch der Sprachassistent soll später einmal direkt in Geräte wie Fernseher, Autos und Heimelektronik eingebaut werden. Die Technik hinter Siri(öffnet im neuen Fenster) wurde von Apple 2010 übernommen.

Derzeit hat Viv noch keine Stimme, sondern antwortet mit Texten und Bildern auf dem Bildschirm, doch das soll sich noch ändern. Angesprochen wird Viv ausschließlich mit Sprachkommandos, die von simplen Fragen nach der Wettervorhersage bis hin zu komplexen Anforderungen wie "Überweise meinem Freund Adam 20 US-Dollar" oder "Bestelle eine Pizza bei Alfredo mit folgendem Belag" reichen können.

Weitere Apps wie etwa die der Pizzakette oder des Blumenhändlers müssen nicht installiert werden - Viv spricht die Webdienste direkt an. Im Vergleich zu Siri ist Viv eine wesentlich offenere Plattform, die Schnittstellen von Dritten berücksichtigen kann. Das allein macht das System schon wesentlich mächtiger, während Siri bei Fragen, die sie nicht beantworten kann, einfach eine Websuche durchführt. Das Konzept hinter Viv erinnert an den Personal Assistent Hound(öffnet im neuen Fenster) , der ebenfalls auf die Unterstützung durch seine Partner angewiesen ist.

Es gibt bereits Interessenten

Google und Facebook sollen einem Bericht der Washington Post(öffnet im neuen Fenster) zufolge bereits Angebote gemacht haben, Viv zu lizenzieren oder zu übernehmen. Ob Apple auch zu den Interessenten gehört, ist nicht bekannt.


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