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Künstliche Intelligenz: Microsoft und Mistral arbeiten bei KI in Europa zusammen

Microsoft und Mistral arbeiten künftig zusammen. Mistrals KI-Modelle sind ab sofort in Microsofts Entwicklungsplattformen und in Copilot Studio verfügbar.
/ Tobias Költzsch und dpa
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Mistral wird neuer Partner von Microsoft. (Bild: Mistral/Montage: Golem.de)
Mistral wird neuer Partner von Microsoft. Bild: Mistral/Montage: Golem.de

Der US-Technologiekonzern Microsoft und das französische KI-Start-up Mistral AI bauen ihre strategische Allianz erheblich aus. Mit einer neuen Vereinbarung(öffnet im neuen Fenster) im Umfang von mehreren Milliarden Euro wollen die Partner die europäischen Infrastrukturkapazitäten für KI spürbar erweitern und neue KI-Modelle in sicherheitsrelevante Bereiche wie Unternehmen und Behörden bringen. Eine exakte Summe nannten die beiden Unternehmen nicht.

Im Zentrum des Abkommens stehe eine Ausweitung der Rechenkapazitäten in Europa, teilten die beiden Unternehmen mit. Microsoft verpflichtet sich, Teile der von Mistral ausgebauten europäischen Hardware-Infrastruktur direkt zu nutzen. Damit will der US-Konzern die enorm steigende Nachfrage nach Cloud- und KI-Diensten auf dem Kontinent bedienen und zugleich seine im Jahr 2025 abgegebenen Versprechen zur europäischen Digitalisierung einlösen.

Sowohl europäische Unternehmen als auch öffentliche Institutionen stehen beim Einsatz US-amerikanischer KI-Lösungen häufig vor rechtlichen und regulatorischen Hürden. Die erweiterte Partnerschaft soll an diesem Punkt ansetzen: Durch die Integration von Mistrals europäischen KI-Modellen in Microsofts Produktportfolio sollen Kunden flexible Bereitstellungsoptionen erhalten.

Cloudanbindung oder lokale Systeme sollen möglich sein

Anwendungen können den Plänen zufolge wahlweise in der öffentlichen Cloud, in lokal angebundenen Infrastrukturen oder völlig autark in physisch isolierten Systemen ("fully disconnected") betrieben werden. Dies richtet sich insbesondere an Betreiber kritischer Infrastrukturen, Banken, den Gesundheitssektor sowie die Fertigungsindustrie, in denen Datenschutz, Geschäftsgeheimnisse und Ausfallsicherheit oberste Priorität besitzen.

Mistrals neues Modell Medium 3.5 für kosteneffiziente Unternehmensanwendungen sowie OCR 4 für automatisierte Dokumentenverarbeitung stehen ab sofort in Microsofts Entwicklungsplattform bereit. Zudem hält Mistral Medium 3.5 Einzug in das Automatisierungswerkzeug Microsoft Copilot Studio. Die Lösungen wollen Mistral und Microsoft gemeinsam vermarkten.

Die Übereinkunft unterstreicht die Strategie von Microsoft, sich im Bereich der generativen KI nicht allein auf den US-Partner OpenAI zu verlassen, sondern auch andere Schlüsselspieler im globalen Ökosystem frühzeitig einzubinden. Für Mistral wiederum bedeutet die Vertiefung der Allianz den direkten Zugang zum weltweiten Vertriebsnetzwerk von Microsoft.


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