Abo
  • Services:

Künstliche Intelligenz: Microsoft kauft Semantic Machines

Microsoft kauft sich Kompetenz im Bereich der künstlichen Intelligenz dazu. Damit sollen Microsofts digitaler Assistent Cortana und der soziale Chatbot Xiaoice in die Lage versetzt werden, natürliche Unterhaltungen mit anderen Menschen zu führen.

Artikel veröffentlicht am ,
Microsoft kauft sich Kompetenz bei künstlicher Intelligenz hinzu.
Microsoft kauft sich Kompetenz bei künstlicher Intelligenz hinzu. (Bild: Gerard Julien/AFP/Getty Images)

Microsoft will den Kampf um digitale Assistenten wohl doch nicht der Konkurrenz von Amazon und Google überlassen. Beim eigenen digitalen Assistenten Cortana passierte lange nicht viel, das könnte sich bald ändern. Denn Microsoft hat nach eigenen Angaben Semantic Machines übernommen. Das Unternehmen mit Sitz im kalifornischen Berkeley ist im Bereich der künstlichen Intelligenz aktiv und will erreichen, dass sich Menschen mit Maschinen unterhalten können als wären es andere Menschen. Semantic Machines soll einen neuartigen Ansatz für den Aufbau von Dialogfunktionen mit künstlicher Intelligenz entwickelt haben.

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Leonberg
  2. Dataport, Verschiedene Standorte

Mit der Übernahme von Semantic Machines will Microsoft ein Kompetenzzentrum für Dialog-KI aufbauen, das seinen Sitz in Berkeley haben wird. Mit der Übernahme wechselt auch das Semantic-Machines-Team zu Microsoft. In Berkeley sollen neue Möglichkeiten erarbeitet werden, wie Menschen mit Maschinen sprechen können. Langfristig will Microsoft den Kunden bei der Sprachsteuerung von Maschinen einen möglichst natürlichen Umgang bieten.

Diese Verbesserungen sollen Einzug in verschiedene Microsoft-Dienste erhalten. Dazu gehören der digitale Assistent Cortana und der soziale Chatbot Xiaoice, die beide irgendwann mit Menschen kommunizieren sollen, ohne dass der Nutzer noch merkt, dass dahinter eine Maschine steckt. Derzeit haben digitale Assistenten, etwa auf smarten Lautsprechern, noch die Einschränkung, dass das System eine bestimmte Befehlsstruktur erwartet. Wird dem Gerät eine Frage gestellt und hält sich der Nutzer nicht an die vom System erwartete Struktur, wissen digitale Assistenten oftmals nicht weiter. Der Nutzer muss seine Frage umformulieren, bis der Assistent etwas damit anfangen kann.

Microsoft übernimmt viel Wissen von Semantic Machines

Diese Hürden bei der Nutzung digitaler Assistenten will Microsoft langfristig mit der Übernahme von Semantic Machines überwinden. Semantic Machines wird von einigen Pionieren aus dem Bereich der Sprachsteuerung und der künstlichen Intelligenz geleitet. Mitbegründer und CEO Dan Roth war bereits 1995 im Bereich Sprachsteuerung aktiv und hatte damals das Unternehmen Voice Signal Technologies gegründet. 2007 wurde die Firma an Nuance verkauft, einem führenden Anbieter von Sprachsteuersystemen.

Semantic Machines wurde auch von Larry Gillick mitbegründet, der ebenfalls auf eine langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Sprachsteuerung zurückblickt. Er war früher bei Dragon tätig, das zur damaligen Zeit zu den führenden Unternehmen im Bereich Diktatsoftware gehörte. Zuletzt war er entscheidend für die Sprachsteuerung von Apples Siri tätig und bei Semantic Machines ist er CTO (Chief Technology Officer).

Dan Klein blickt ebenso auf viele Jahre Erfahrung im Bereich der Sprachsteuerung zurück. Auch er ist ein Mitgründer von Semantic Machines und der Leiter der Forschungsabteilung des Unternehmens. Er hat eine Professur an der Berkeley-Universität und gehört zu den bekannteren KI-Forschern. Das gilt ebenfalls für Percy Liang, der an der Stanford-Universität in diesem Bereich forscht.

Zum Kaufpreis und zu weiteren Details der Übernahme liegen derzeit keine weiteren Angaben vor.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 12,17€ (ohne Prime oder unter 29€ zzgl. Versand)
  2. 5€
  3. 199€ (Bestpreis!)
  4. 319€ (aktuell günstigste GTX 1070!)

xmaniac 21. Mai 2018

Besser so, mir würde es schon reichen wenn Cortana nicht ständig nervt. Allein dieses...


Folgen Sie uns
       


Kingdom Hearts 3 - Test

Das Actionspiel Kingdom Hearts 3 von Square Enix bietet schöne und stimmige Abenteuer in vielen unterschiedlichen Welten von Disney.

Kingdom Hearts 3 - Test Video aufrufen
Asana-Gründer im Gespräch: Die Konkurrenz wird es schwer haben, zu uns aufzuschließen
Asana-Gründer im Gespräch
"Die Konkurrenz wird es schwer haben, zu uns aufzuschließen"

Asana ist aktuell recht erfolgreich im Bereich Business-Software - zahlreiche große Unternehmen arbeiten mit der Organisationssuite. Für Mitgründer Justin Rosenstein geht es aber nicht nur ums Geld, sondern auch um die Unternehmenskultur - nicht nur bei Asana selbst.
Ein Interview von Tobias Költzsch


    Android-Smartphone: 10 Jahre in die Vergangenheit in 5 Tagen
    Android-Smartphone
    10 Jahre in die Vergangenheit in 5 Tagen

    Android ist erst zehn Jahre alt, doch die ersten Geräte damit sind schon Technikgeschichte. Wir haben uns mit einem Nexus One in die Zeit zurückversetzt, als Mobiltelefone noch Handys hießen und Nachrichten noch Bällchen zum Leuchten brachten.
    Ein Erfahrungsbericht von Martin Wolf

    1. Sicherheitspatches Android lässt sich per PNG-Datei übernehmen
    2. Google Auf dem Weg zu reinen 64-Bit-Android-Apps
    3. Sicherheitslücke Mit Skype Android-PIN umgehen

    Mac Mini mit eGPU im Test: Externe Grafik macht den Mini zum Pro
    Mac Mini mit eGPU im Test
    Externe Grafik macht den Mini zum Pro

    Der Mac Mini mit Hexacore-CPU eignet sich zwar gut für Xcode. Wer eine GPU-Beschleunigung braucht, muss aber zum iMac (Pro) greifen - oder eine externe Grafikkarte anschließen. Per eGPU ausgerüstet wird der Mac Mini viel schneller und auch preislich kann sich das lohnen.
    Ein Test von Marc Sauter

    1. Apple Mac Mini (Late 2018) im Test Tolles teures Teil - aber für wen?
    2. Apple Mac Mini wird grau und schnell
    3. Neue Produkte Apple will Mac Mini und Macbook Air neu auflegen

      •  /