Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Künstliche Intelligenz: Meta veröffentlicht kontroversen Bildgenerator Muse Image

Meta hat Muse Image gestartet. Die Software erlaubt die Bearbeitung von Fotos anderer Instagram-Nutzer per Tagging.
/ Nils Matthiesen
3 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Meta veröffentlicht Bildgenerator Muse Image. (Bild: Muse Images / Golem)
Meta veröffentlicht Bildgenerator Muse Image. Bild: Muse Images / Golem

Meta hat den KI-Bildgenerator Muse Image vorgestellt(öffnet im neuen Fenster). Das System wurde von den Meta Superintelligence Labs entwickelt, einer dedizierten KI-Forschungseinheit des Konzerns. Die Funktion, die intern unter dem Codenamen Mango lief, steht kostenlos im Internet(öffnet im neuen Fenster), in der Meta-AI-App sowie innerhalb von Instagram-Storys und Whatsapp zur Verfügung.

Neben der Generierung von Grafiken über vorgefertigte Prompts zur Ideenfindung bietet der Dienst Funktionen wie die Erstellung von maßgeschneiderten Werbeanzeigen oder das Generieren funktionaler QR-Codes. Nutzer können zudem eine promptbasierte Bildbearbeitung verwenden, um beispielsweise Objekte oder Personen aus dem Hintergrund zu entfernen. Für die alltägliche Nutzung bleibt das Modell kostenlos, bei der Überschreitung eines bestimmten Limits verlangt Meta jedoch ein Abonnement.

Bearbeitung fremder Fotos erregt Kritik

Eine spezifische Funktion wird nach der Veröffentlichung in den sozialen Netzwerken diskutiert. Muse Image erlaubt es Anwendern, die Bilder anderer Instagram-Nutzer mittels KI zu manipulieren, sofern deren Profile öffentlich sichtbar sind. Hierfür verlinken Anwender das entsprechende Konto über ein Tag. Das System greift anschließend auf das Bildmaterial zu und nutzt dieses als Grundlage für die neue KI-Generierung.

Laut den Richtlinien von Meta ist das Erstellen von Inhalten aus fremden Instagram-Inhalten mithilfe von KI-Funktionen möglich. Der Konzern verweist darauf, dass Kontoinhaber Einstellungen nutzen können, um diese Art der Kooptation ihrer Bilder zu deaktivieren. Kritiker bemängeln dieses Verfahren und sehen darin Risiken für die Privatsphäre der Nutzer, da reale Personen ohne explizite vorherige Zustimmung in generierte Fotos hineingezogen werden.

Verknüpfung mit Facebook Marketplace und Video-Pläne

Zusätzlich bindet Meta den Bildgenerator an bestehende Verkaufsplattformen an. In einem Werbevideo zeigt das Unternehmen die Simulation von Inneneinrichtungen, bei der Nutzer ein gebrauchtes Sofa in ihrer Garage visualisieren. Diese Funktion soll direkt mit dem Facebook Marketplace interagieren.

Trotz der Kritik an einer unklaren KI-Strategie investiert der Konzern weiterhin in seine KI-Infrastruktur. Neben bereits veröffentlichten Anwendungen wie dem KI-Assistenten Creator oder der App Pocket befindet sich ein KI-Videogenerator namens Muse Video bereits in der Entwicklung.


Relevante Themen