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Künstliche Intelligenz: Mehr Downloads für Duckduckgo nach Google-KI-Ankündigung

Nach Googles Umstellung auf KI-Übersichten verzeichnet die Suchmaschine Duckduckgo steigende App-Installationszahlen in den USA.
/ Nils Matthiesen
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Duckduckgo wächst durch Google-KI. (Bild: Duckduckgo)
Duckduckgo wächst durch Google-KI. Bild: Duckduckgo

Nachdem Google auf seiner jährlichen Entwicklerkonferenz I/O weitreichende Änderungen an der Suchmaschine angekündigt hat, verzeichnet die datenschutzorientierte Alternative Duckduckgo laut Techcrunch(öffnet im neuen Fenster) einen spürbaren Zulauf. Eine mögliche Ursache: Google ersetzt die traditionelle Liste aus blauen Links schrittweise durch einen KI-Agenten, der Anfragen beantwortet, Aufgaben ausführt und Hintergrundprozesse überwacht.

Diese Umstellung stößt auf erhebliche Kritik. Kritiker äußern die Sorge, dass die KI-Übersichten fehlerhafte Antworten liefern, das offene Web gefährden und Nutzern die Kontrolle entziehen. Da Google keine Option bietet, die Funktion zu deaktivieren, wechseln vermehrt Anwender zu Duckduckgo(öffnet im neuen Fenster).

Das Unternehmen meldet für den Zeitraum vom 20. bis zum 25. Mai im Vergleich zur Vorwoche einen durchschnittlichen Anstieg der App-Installationen in den USA um 18,1 Prozent. Dieses Wachstum hielt an sechs aufeinanderfolgenden Tagen an und erreichte am 25. Mai einen Höchstwert von 30,5 Prozent.

Auf Plattformen mit iOS fiel das Plus noch deutlicher aus: Hier stiegen die wöchentlichen Downloads im Durchschnitt um 33 Prozent, mit einem Spitzenwert von 69,9 Prozent. Auch die Besuche auf der KI-freien Suchseite des Anbieters legten im wöchentlichen Vergleich um durchschnittlich 22,7 Prozent zu. Diese Seite deaktiviert standardmäßig sämtliche KI-Funktionen wie KI-gestützte Antworten oder KI-generierte Bilder.

Datenschutz und KI-Optionen als Alternative

Bislang hielt Duckduckgo lediglich einen Anteil von rund 2 Prozent am US-Suchmaschinenmarkt. Gabriel Weinberg, CEO von Duckduckgo, erklärte, dass Google den Nutzern die künstliche Intelligenz ohne Deaktivierungsmöglichkeit aufzwinge, wodurch sich die Suchergebnisse verschlechtern würden. Duckduckgo möchte stattdessen eine Plattform bieten, auf der Anwender selbst über den Einsatz von KI entscheiden können.

Während des Kartellverfahrens gegen Google im Jahr 2023 hatte Weinberg zudem ausgesagt, dass Googles exklusive Verträge für Standard-Suchmaschinen die Marktchancen von Alternativen beeinträchtigen.

Trotz Fokus auf die KI-freie Suche bietet Duckduckgo mit Duck.ai ein eigenes, kostenloses KI-Produkt an, das ohne Registrierung Zugriff auf Sprachmodelle wie Claude 4.5 Haiku von Anthropic, Llama 4 Scout von Meta, Mistral Small 3 24B sowie GPT-5 mini von OpenAI ermöglicht.

Zur Wahrung der Privatsphäre entfernt der Anbieter laut eigenen Angaben die IP-Adressen der Nutzer, löscht die Chatverläufe innerhalb von 30 Tagen und untersagt den Modellherstellern das Training mit diesen Daten. Zudem gehören Funktionen wie der Search Assist und ein Filter für KI-generierte Bilder zu den populären Werkzeugen des Dienstes, da Kunden laut Angaben des Unternehmens vor allem eine Wahlmöglichkeit fordern.


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