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Künstliche Intelligenz: Mark Zuckerberg baut sich einen eigenen KI-Chefagenten

Mark Zuckerberg lässt einen KI-Chefagenten entwickeln. Das Tool soll Hierarchien abbauen und Infos direkt aus der Belegschaft liefern.
/ Nils Matthiesen
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Zuckerberg baut einen eigenen KI-Agenten. (Bild: SAUL LOEB/AFP via Getty Images)
Zuckerberg baut einen eigenen KI-Agenten. Bild: SAUL LOEB/AFP via Getty Images

Mark Zuckerberg plant die Arbeitsweise bei Meta grundlegend zu transformieren. Wie aus einem Bericht des Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) hervorgeht, lässt der CEO derzeit einen persönlichen KI-Agenten entwickeln, der ihn bei seiner täglichen Arbeit unterstützen soll. Das Tool befindet sich noch in der Entwicklungsphase und dient aktuell primär dazu, Informationen innerhalb des Unternehmens schneller abzurufen. Damit könne Zuckerberg Antworten direkt erhalten, für die er normalerweise mehrere Management-Ebenen konsultieren müsste.

Das Projekt ist Teil einer größeren Initiative bei Meta, um mit KI-nativen Start-ups konkurrieren zu können, die trotz deutlich kleinerer Belegschaften eine hohe Geschwindigkeit an den Tag legen. Zuckerberg betonte bereits in einem Earnings Call im Januar, dass das Unternehmen massiv in KI-native Werkzeuge investiere, um die Produktivität der Belegschaft zu steigern, Hierarchien abzuflachen und die operative Ebene ohne Umweg über das Management zu stärken.

Interne Tools und KI-Stabschefs

Innerhalb des Konzerns mit seinen rund 78.000 Mitarbeitern hat die Nutzung von KI-Tools bereits stark zugenommen. Dies liegt unter anderem daran, dass die Verwendung solcher Werkzeuge mittlerweile in die Leistungsbeurteilungen der Angestellten einfließt. Mitarbeiter nutzen Tools wie My Claw(öffnet im neuen Fenster) , die Zugriff auf Chat-Protokolle und Arbeitsdateien haben, um im Namen der Nutzer mit Kollegen oder deren Agenten zu kommunizieren.

Ein weiteres Tool namens Second Brain, das von einem Meta-Mitarbeiter auf Basis von Claude entwickelt wurde, fungiert als eine Art digitaler Stabschef. Es kann Dokumente für Projekte indizieren und abfragen. Es gibt sogar interne Diskussionsgruppen, in denen die persönlichen Agenten der Mitarbeiter direkt miteinander interagieren. Um diese Entwicklung voranzutreiben, übernahm Meta kürzlich das Start-up Manus aus Singapur sowie die Plattform Moltbook .

Umstrukturierung zur KI-nativen Organisation

Parallel zur Tool-Entwicklung baut Meta seine Organisationsstruktur um. Eine neue Abteilung für angewandtes KI-Engineering soll die Entwicklung großer Sprachmodelle beschleunigen. Diese Organisation ist extrem flach strukturiert: Bis zu 50 Mitarbeiter berichten an eine einzige Führungskraft. Ziel ist es, von Beginn an "KI-nativ" zu agieren.

Während einige Mitarbeiter die aktuelle Phase als motivierend empfinden, wächst durch den starken Fokus auf KI-Effizienz bei anderen die Sorge vor weiteren Stellenstreichungen aus. Nach dem sogenannten "Jahr der Effizienz" 2023, in dem rund 10.000 Stellen gestrichen wurden , stieg die Mitarbeiterzahl zuletzt wieder auf über 78.000. Finanzchefin Susan Li erklärte dazu kürzlich, dass es für ein Unternehmen dieser Größe entscheidend sei, nicht weniger effizient zu arbeiten als Start-ups, die von Grund auf mit KI gewachsen sind.


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