Künstliche Intelligenz: Mann in Südkorea wegen KI-Fälschung verhaftet
In Südkorea ist ein Mann verhaftet worden, der mit einem KI-generierten Bild eines Wolfs die Suchaktion nach einem aus einem Zoo ausgebrochenen echten Wolf behindert hatte. Wie die BBC berichtet(öffnet im neuen Fenster), wird dem Mann vorgeworfen, ein gefälschtes Foto erstellt zu haben, das den gesuchten Wolf an einer Straßenkreuzung zeigte.
Das Foto veranlasste die Behörden dazu, eine Suchaktion nach dem Verschwinden des echten Wolfs am 8. April 2026 umgehend zu verlegen und in der falschen Umgebung zu suchen. Zudem wurde von der Stadtverwaltung in diesem Gebiet eine Notfall-SMS an alle Einwohner versendet, um diese vor einem Wolf an der Straßenkreuzung zu warnen. Auch während einer Pressekonferenz soll das Bild von den Behörden gezeigt worden sein.
Die Polizei konnte den Mann als Verdächtigen identifizieren, nachdem Aufnahmen von Überwachungskameras sowie Protokolle seiner Nutzung eines KI-Programms ausgewertet wurden und ermittelt nun wegen Behinderung der Regierungsarbeit und Täuschung gegen ihn. Die Strafe dafür kann fünf bis zehn Jahre Haft oder eine Geldzahlung von bis zu zehn Millionen Won (knapp 5.800 Euro) betragen.
Bild nur aus Spaß veröffentlicht
Weiter heißt es, der Mann habe während seiner Vernehmung gesagt, dass er das Bild nur aus Spaß veröffentlicht habe. Dabei wurde nicht gesagt, ob er das Bild absichtlich mit den Behörden teilte oder es lediglich online veröffentlichte. Der echte Wolf konnte nach neun Tagen eingefangen werden.
KI-generierte Bilder ließen sich in der Vergangenheit häufig durch Fehler im Bild entlarven. Moderne Programme sind aber immer realistischer und werden dazu benutzt, um Fotomodels durch KI-generierte Personen zu ersetzen oder gefälschte Urlaubsbilder zu erstellen (g+).
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