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Kreativität im Superheldenanzug

Womit sich die Frage stellt, inwiefern die Musikbranche von den Entwicklungen im KI-Bereich eigentlich bedroht ist. "Künstliche Intelligenz wird Jobs kosten, in vielen Bereichen, und das macht verständlicherweise den Menschen Angst", sagt die Musikerin Taryn Southern. Sie selbst begreife die Automatisierung aber nicht als Gefahr, sondern als Chance: Musiker verbrächten viel Zeit mit mühsamen, sich wiederholenden Aufgaben. So wie Computer schon jetzt viele dieser Aufgaben übernähmen, könne auch KI künftig zum Einsatz kommen. Statt die Kreativität zu ersticken, könnte KI sie sogar noch entfachen, neue Möglichkeiten und Arbeitsabläufe einführen.

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Auch Valerio Velardo sieht KI nicht als ein Ersatz für Musiker und Produzenten, sondern als ein zusätzliches Werkzeug und, mehr noch, als einen "kreativen Partner": "KI ist wie ein Superheldenanzug, den man anziehen kann und mit dem plötzlich Dinge möglich sind, die es vorher nicht waren." Was auch bedeutet, dass in dem Anzug weiterhin ein Mensch steckt. Am Selbstverständnis des Musikers ändert sich nichts - sofern man die Technik als Partner und nicht als Gefahr versteht.

KI ergänzt und ersetzt nicht

Die Fotografie bietet sich als Vergleich an: Dank Smartphones und Diensten wie Instagram ist die Fotografie demokratisierter denn je. Deshalb gibt es aber nicht weniger professionelle Fotografen. Im Gegenteil, viele Profis haben die neue Technik für sich entdeckt. Und in der Musikbranche hat etwa die Einführung der Software Auto-Tune, die automatisch Tonhöhen korrigiert, talentierte Sänger nicht überflüssig gemacht - auch wenn es vor 20 Jahren ähnlich viel Unbehagen gab wie heute im Angesicht von KI (Christina Aguilera trug einst ein T-Shirt mit der Aufschrift "Auto-Tune is for pussies").

"Wir müssen uns von der Idee verabschieden, dass Kreativität diese heilige, von Gott gegebene Eigenschaft der Menschen ist", sagt Velardo. Die Entwicklung kreativer, künstlicher Intelligenz mag noch am Anfang stehen, doch bereits jetzt hat sie einen Fuß in den anfangs von Ian Hodder erwähnten Raum zwischen Wirklichkeit und Vorstellungskraft gesetzt. Die zweite, die soziale Komponente der Kreativität, dürfte die nächste und ungemein höhere Hürde sein. "Wenn Menschen miteinander musizieren, entsteht eine Magie, auf die ich nicht verzichten möchte", sagt Taryn Southern. Jedenfalls noch nicht.

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 Wenn die Musik an ihre Grenzen stößt
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twiro 01. Jan 2018

Mir auch. Bitte noch die Lyrics mit veröffentlichen, damit ich mitgrölen kann! Danke.


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