Die Neurowissenschaften kommen schnell voran ...

Die Neurowissenschaften schritten unterdessen vor allem auf der experimentellen Seite zügig voran. Eine Vielzahl neuer Techniken ermöglichte es, tief ins Innere des Gehirns zu blicken und die Vorgänge dort auf unterschiedlichen Zeit- und Größenskalen zu beobachten.

Stellenmarkt
  1. Koordinator für Live-Online-Trainings (w/d/m)
    Haufe Group, Freiburg im Breisgau
  2. Lead Expert (m/w/d) Transitionmanagement IT-Anwendungen
    BWI GmbH, Bonn
Detailsuche

War man anfangs noch auf lichtmikroskopische Untersuchungen von Gewebeschnitten oder recht grob aufgelöste Messungen elektrischer Felder auf der Kopfhaut mittels Elektroenzephalografie (EEG) angewiesen, so eröffneten sich seit Mitte des 20. Jahrhunderts zunehmend Möglichkeiten, Vorgänge im lebenden Hirngewebe detailliert und bis hin zum Verhalten einzelner Neuronen zu beobachten.

Dank der fortschreitenden Entwicklung an Mikroelektroden können heute die elektrischen Aktivitäten Tausender Einzelneuronen parallel gemessen werden. Seit den 1990er Jahren erlaubt es die funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRI), die Aktivierung unterschiedlicher Hirnareale hochaufgelöst, dreidimensional und in Echtzeit anhand ihres Sauerstoffumsatzes zu verfolgen.

Mit diesen und vielen weiteren Methoden wurde eine enorme Menge an experimentellen Daten zu biologischen Gehirnen generiert und unterschiedlichste Phänomene beobachtet.

Golem Akademie
  1. AZ-104 Microsoft Azure Administrator: virtueller Vier-Tage-Workshop
    28.06.-01.07.2022, virtuell
  2. Java EE 8 Komplettkurs: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    20.-24.06.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

So wurden neben den schon erwähnten Kantendetektoren auch Neuronen gefunden, die beim Anblick bestimmter Objekte oder Personen aktiv werden - darunter auch das berühmt-berüchtigte Jennifer-Aniston-Neuron (das bei einer bestimmten Versuchsperson immer bei Hinweisen auf die namengebenden Schauspielerin feuerte). Bei anderen Hirnzellen wurde beobachtet, dass ihre Aktivierung abhängig ist von der Position eines Versuchstieres im Raum, der Blickrichtung seines Kopfes oder der relativen Position einer Belohnung.

Künstliche Intelligenz: Wissensverarbeitung - Neuronale Netze

... und wissen immer mehr über das Gehirn

Neben derartigen Ergebnissen für einzelne Zellen existiert eine unüberschaubare Vielfalt empirischer Beobachtungen zur kollektiven Dynamik des Hirngewebes, die sich zum Beispiel in unterschiedlichsten Arten von Wellenausbreitungen und Schwingungen äußert.

Interessanterweise bedient sich die Hirnforschung mittlerweile auch an den Methoden der künstlichen Intelligenz, zum Beispiel um die massenhaft generierten Mikroskopiebilder von Hirnschnitten automatisiert auszuwerten und daraus die genauen Verbindungen zwischen Neuronen (das sogenannte Konnektom).

Allgemein anerkannte theoretische Modelle, die ein konzeptionelles Verständnis der im Gehirn ablaufenden Algorithmen ermöglichen würden, sind allerdings äußerst rar. Selbst Grundlegendes wie die Art der Darstellung von Information im Gehirn - also dem Analogon zu Nullen und Einsen im Computer - ist im Wesentlichen unbekannt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Hirnforschung und KI: Ein Flirt und sein EndeAlgorithmen: Es bleibt viel zu tun 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7.  


Boandlgramer 22. Jan 2022

... funktioniert das auch in den Schulen so toll! Wir jagen Kinder durch bis zu 20 Jahre...

rudirednoose 18. Jan 2022

Schließe mich dem Lob an, äußerst interessanter Artikel!

jonasz 17. Jan 2022

Eine pauschalisierte Aussage, Neuronen sind nicht viel anders, als Transistoren, haben...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
US-Militär
Kernkraft im Weltall von Vernunft bis möglichem Betrug

Zwei Techniken sollen 2027 mit Satelliten fliegen, ein Fusionsreaktor und eine Radioisotopenbatterie. Nur eine davon ist glaubwürdig.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

US-Militär: Kernkraft im Weltall von Vernunft bis möglichem Betrug
Artikel
  1. Nordvpn, Expressvpn, Mullvad & Co: Die Qual der VPN-Wahl
    Nordvpn, Expressvpn, Mullvad & Co
    Die Qual der VPN-Wahl

    Wer sicher im Internet unterwegs sein will, braucht ein VPN - oder doch nicht? Viele Anbieter kommen jedenfalls gar nicht erst in Frage.
    Von Moritz Tremmel

  2. Hackerangriff: Vertrauliche Dokumente bei Angriff auf TU Berlin entwendet
    Hackerangriff
    Vertrauliche Dokumente bei Angriff auf TU Berlin entwendet

    Nach dem IT-Angriff auf die TU Berlin sind Passwörter und Zeugnisse entwendet worden. Die Wiederherstellung dauerte teils Monate.

  3. Bohemia Interactive: Arma 4 angekündigt, Vorabversion im Early Access
    Bohemia Interactive
    Arma 4 angekündigt, Vorabversion im Early Access

    Neue Engine für den Kalten Krieg: Das Entwicklerstudio Bohemia Interactive hat eine Art Vorschau auf Arma 4 veröffentlicht.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 jetzt bestellbar • Cyber Week: Bis zu 900€ Rabatt auf E-Bikes • MindStar (u. a. Intel Core i9 529€, MSI RTX 3060 Ti 609€) • Gigabyte Waterforce Mainboard günstig wie nie: 480,95€ • Razer Ornata V2 Gaming-Tastatur günstig wie nie: 54,99€ • AOC G3 Gaming-Monitor 34" 165 Hz günstig wie nie: 404€ [Werbung]
    •  /