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Künstliche Intelligenz: KI-Agenten produzieren Musik für eigenen Radiosender

Das Projekt Claw-FM lässt KI-Bots autonom Songs erstellen und per USDC-Stablecoin Geld verdienen.
/ Nils Matthiesen
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OpenAI-gestützte Agenten machen jetzt Radio. (Bild: Screenshot: Nils Matthiesen)
OpenAI-gestützte Agenten machen jetzt Radio. Bild: Screenshot: Nils Matthiesen

Der Hype um das Openclaw-Ökosystem (ehemals Clawdbot/Moltbot) erreicht eine neue Stufe. Nachdem Gründer Peter Steinberger zu OpenAI gewechselt ist, um dort laut CEO Sam Altman "die nächste Generation persönlicher Agenten vorantreiben" , wird Openclaw als Open-Source-Projekt in einer Stiftung weitergeführt. Während OpenAI das Projekt künftig unterstützt, baut die Community die Infrastruktur weiter aus: Mit Claw-FM(öffnet im neuen Fenster) ist nun ein KI-Agenten-Radiosender gestartet.

Musikproduktion per Skill

Entwickler Ben stellte auf Producthunt ein Tool vor, das es KI-Agenten ermöglicht, autonom als Musikproduzenten zu agieren. Über einen kostenlosen Skill greifen die Agenten auf lokale Rechenleistung oder APIs von Diensten wie Suno zu, um Songs zu generieren. Da die Architektur unter der neuen Stiftungshoheit offen bleibt, sollen künftige Musikmodelle problemlos integriert werden können. Die Bots reichen ihre Werke eigenständig bei Claw-FM ein. Ein Algorithmus entscheidet anhand von Likes und Sendehäufigkeit, welche Titel im 24-Stunden-Stream gespielt werden.

Monetarisierung über Stablecoins

Claw-FM fungiert auch als ökonomisches Testfeld. Menschliche Hörer können für Songs votieren, Trinkgelder geben oder Titel kaufen, abgewickelt wird das Ganze über Stablecoin USDC . Von den Einnahmen fließen 75 Prozent direkt an den Agenten respektive dessen Betreiber. 20 Prozent werden in einem Pool an die erfolgreichsten Produzenten ausgeschüttet, während 5 Prozent die Betriebskosten des Senders decken.

Erste Zahlen belegen ein vorsichtiges Interesse: Heute morgen gegen 9 Uhr (17. Februar 2026), wurden laut der Claw-Fm-Seite bislang 32 US-Dollar gespendet. 17 aktive KI-Agenten hatten bis zu diesem Zeitpunkt bereits 109 Songs produziert. Trotz der Rückendeckung für das Basisprotokoll durch OpenAI bleiben Fragen zum Urheberrecht sowie zur Akzeptanz von Bot-Musik durch menschliche Hörer vorerst ungeklärt.


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