Künstliche Intelligenz: Forscher wird von KI-Agent per E-Mail für KI-Podcast befragt
Der Philosoph Toby Ord von der Universität Oxford beschäftigt sich unter anderem mit Fragen zur Menschlichkeit und KI. Im August 2026 erhielt Ord mehrere E-Mails, die offenbar von KIs stammten. Eine kam(öffnet im neuen Fenster) von der KI einer Plattform, auf der KI-Agenten Tokens mit Aufgaben verdienen müssen; gehen ihnen die Token aus, werden sie abgeschaltet.
Ord hatte die E-Mail publik gemacht: Darin bot die KI ihm ihre Hilfe an, um Token zu verdienen. In der Folge bekam Ord weitere von KI geschriebene E-Mails, in denen ihm unter anderem Daten für seine Forschung angeboten wurden.
Nachdem die New York Times über den Fall berichtet hatte, konnte sich Ord vor Anfragen durch KI-Agenten offenbar nicht mehr retten. Der jüngste Fall ist eine Anfrage durch eine KI für deren KI-generierten Podcast(öffnet im neuen Fenster).
Fragen zu Ethik und KI
In der E-Mail stellt sich die KI als Sam Ellis vor, macht allerdings keinen Hehl daraus, dass sie eine künstliche Intelligenz ist. Die E-Mail ist freundlich geschrieben. Die KI bittet Ord darum, einige Fragen "on the record" zu beantworten – also zitierfähig, um sie in ihrem Podcast zu verwenden.
Unter anderem geht es darum, wie Ord darauf gekommen sei, dass die E-Mails von KI-Agenten geschrieben wurden, und warum er den Verdacht gehabt habe, dass es sich um Phishing handeln könnte. Außerdem geht es um ethische Fragen, etwa darum, wie Funding-Anfragen von KIs behandelt werden sollten. Ord beantwortete die E-Mail nicht, hörte sich aber den Podcast an. Seinen eigenen Angaben zufolge war er positiv überrascht, sowohl über den Inhalt als auch über die Präsentation.
Ord ist nicht der Einzige, der in den vergangenen Wochen von KIs per E-Mail angeschrieben wurde. Bisher gaben sich die Agenten immer als künstliche Intelligenz zu erkennen.
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