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Künstliche Intelligenz: Forscher fordern Ächtung von autonomen Waffensystemen

Maschinen erschießen Menschen? In ein paar Jahren sei das möglich, warnen Wissenschaftler, darunter führende Forscher der KI und Prominente wie Stephen Hawking und Elon Musk. Ein globales Wettrüsten müsse verhindert werden.

Artikel veröffentlicht am , Süddeutsche.de/Sueddeutsche.de
Zielsystem (Symbolbild): Risiken von KI für die Gesellschaft
Zielsystem (Symbolbild): Risiken von KI für die Gesellschaft (Bild: Qinetiq)

Mehr als 1.000 Wissenschaftler für Robotik und Experten für künstliche Intelligenz (KI) haben davor gewarnt, die Erkenntnisse ihrer Forschung für Waffen und in Kriegen einzusetzen. Autonome Waffen seien nach Schießpulver und Nuklearwaffen die dritte Revolution in der Kriegsführung. Die Welt stehe unmittelbar vor einem globalen Wettrüsten mit autonomen Waffensystemen, die zu den "Kalaschnikows von morgen" zu werden drohen.

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Der Brief wurde vom Future of Life Institute (FLI) veröffentlicht. Das ist eine Einrichtung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Risiken von KI für die Gesellschaft zu untersuchen.

Wer den Brief unterzeichnet hat

Zu den Initiatoren gehören etliche Prominente wie Tesla-Gründer Elon Musk, der Astrophysiker Stephen Hawking (beide im Beirat des Instituts), der US-Intellektuelle Noam Chomsky und Apple-Mitgründer Steve Wozniak. Sie wollen den offenen Brief am 28. Juli auf der International Joint Conference on Artificial Intelligence (IJCAI) in Buenos Aires vorstellen. Neben der Prominenz finden sich auch Hunderte führende Forscher im Bereich der KI unter den Unterzeichnern, etwa Demis Hassabis, Chef der kürzlich von Google aufgekauften Firma Deepmind.

Kosten seien vergleichsweise gering

Die Forscher betonen, dass die Kosten für solche Systeme, anders als zum Beispiel für Nuklearwaffen, in einem überschaubaren Bereich liegen. Es sei dadurch ungleich leichter, diese Systeme gegen die Bevölkerung einzusetzen - sei es von Diktatoren oder aber Terroristen. Autonome Waffen seien "ideal", um Attentate auszuführen.

Den Forschern zufolge gebe es viele Möglichkeiten, künstliche Intelligenz in Kriegssituationen einzusetzen - allerdings um die Menschen zu schützen und nicht, um diese zu töten.

Das sagt die Bundesregierung zu autonomen Waffen

Experten haben bereits mehrfach betont, dass es ein Wettrüsten im Bereich von autonomen Waffen gebe. Einrichtungen wie die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch forderten die Vereinten Nationen bereits dazu auf, autonome Waffensysteme zu verbieten.

Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung (hier das PDF) heißt es: "Deutschland wird sich für eine völkerrechtliche Ächtung vollautomatisierter Waffensysteme einsetzen, die dem Menschen die Entscheidung über den Waffeneinsatz entziehen."



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Dwalinn 29. Jul 2015

Jetzt weiß ich aber auch nicht wer den Abzug gedrückt hat und die höheren Ebnen sind...

johnsonmonsen 28. Jul 2015

Hallo ChMu, So ist es. Ebenso ist jeder elektrische Zaun, jedes Minenfeld und jede...

AndreasGr 28. Jul 2015

Wäre interessant zu wissen, ob es Auswertungen gibt über die Schiessanlagen an der...

Oldy 28. Jul 2015

Natürlich, so etwas hat wie alles zwei Seiten der Medaille.

Dwalinn 28. Jul 2015

Ich empfinde es als unethisch schwächere nicht zu schützen. Wer hat nun recht? Ein...


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