• IT-Karriere:
  • Services:

Künstliche Intelligenz: Flitterwochen-Fotos trainieren ungewollt Gesichtserkennung

Mit dem Projekt Exposing.ai lässt sich herausfinden, ob Flickr-Fotos in Trainingsdatensätzen für Gesichtserkennung verwendet werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Urlaubsschnappschüsse können ungewollt Gesichtserkennungssysteme auf der ganzen Welt trainieren.
Urlaubsschnappschüsse können ungewollt Gesichtserkennungssysteme auf der ganzen Welt trainieren. (Bild: Chris Lawto/Unsplash)

Um ihre Algorithmen zur Gesichtserkennung zu trainieren, verwenden etliche Überwachungsfirmen öffentlich verfügbare Bilder aus verschiedenen Onlinequellen - darunter nicht selten die Fotoplattform Flickr. Mit dem Tool Exposing.ai können Flickr-Nutzer prüfen, ob ihre Fotos betroffen sind.

Stellenmarkt
  1. Fressnapf Holding SE, Krefeld
  2. i-SOLUTIONS Health GmbH, Mannheim

So musste der kanadische Dokumentarfilmer Brett Gaylor feststellen, dass seine Flittwerwochen-Fotos, die er vor 15 Jahren auf der Plattform hochgeladen hatte, ihren Weg in mehrere Trainingsdatensätze gefunden hatten - wie er über eine Vorabversion von Exposing.ai herausfand.

Demnach sind Gaylors Fotos in der Fotodatenbank Megaface enthalten, die ursprünglich aus der Forschung an Gesichtserkennungssystemen stammt. Die Bilder wurden jedoch auch zum Training von etlichen umstrittenen Anwendungen genutzt, die in der Praxis zum Einsatz kommen.

Darunter ist ein in China eingesetztes System zur Kontrolle und Überwachung der Minderheit der Uiguren. "Meine Neugierde verwandelte sich in Entsetzen", sagte Gaylor der New York Times, der seine Fotos in der Vorabversion von Exposing.ai wiederentdeckte.

Seine Fotos hatte Gaylor unter einer Creative-Commons-Lizenz geteilt, die auch anderen das Recht gibt, seine Fotos zu verwenden. Er habe geglaubt, dass der freie Fluss von Informationen im Internet meist eine positive Sache sei, sagte er. Jetzt müsse er auch mit den negativen Konsequenzen leben.

Flickr-Fotos in Gesichtserkennungssystemen finden

Auf solche Fälle wollen die Privatsphäre-Aktivisten Adam Harvey und Jules LaPlace mit Exposing.ai aufmerksam machen. Die Webseite funktioniert ähnlich wie eine Suchmaschine. Mithilfe einer URL zu einem Bild bei Flickr kann überprüft werden, ob das entsprechende Foto in einem öffentlichen Gesichtserkennungs-Trainingsdatensatz enthalten ist.

Bei der Suche komme keine Gesichtserkennung zum Einsatz. Es werde nur auf Textattribute der Flickr-Fotos gesetzt, "einschließlich des Flickr-Benutzernamens, Flickr-Pfad-Alias, Flickr-NSID, Flickr-Foto-ID oder Flickr-Foto-Tag", heißt es auf der Webseite. Insgesamt werden sechs Fotosammlungen durchsucht, darunter Megaface mit über 3,5 Millionen Flickr-Bildern, Divaface mit über 115.000 und Pipa mit über 31.000 Fotos.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. MSI GeForce RTX 3060 GAMING X 12G für 709€)
  2. mit Rabattcode "PKAUFEN"
  3. (u. a. Battlefield- & Star-Wars-Spiele von EA günstiger (u. a. Star Wars Battlefront 2 für 7...
  4. (u. a. Fortnite - The Last Laugh Bundle DLC (PS4 Download Code) für 19,90€, ARK: Survival...

Folgen Sie uns
       


Übersetzung mit DeepL - Tutorial

Wir zeigen im Video, wie die Windows-Version des Übersetzungsprogramms DeepL funktioniert.

Übersetzung mit DeepL - Tutorial Video aufrufen
    •  /