Künstliche Intelligenz: Einfluss von KI auf Informationsqualität untersucht
Forscher des Imperial College London, der Stanford University und des Internet Archives haben untersucht(öffnet im neuen Fenster), wie sich die Zunahme von KI-generierten Texten im Internet auf den digitalen Diskurs auswirkt. Dafür analysierten sie Webseiten-Stichproben aus den Jahren 2022 bis 2025 im Internet Archive mit dem KI-Detektor Pangram 3.0.
Dabei stellten sie fest, dass der Anteil KI-generierter oder -unterstützter Inhalte seit der Einführung von ChatGPT Ende des Jahres 2022 massiv gestiegen ist. Bis zur Mitte des Jahres 2025 wurden etwa 35 Prozent aller neu veröffentlichten Webseiten als "von KI beeinflusst" eingestuft.
Die Forscher konnten zudem bestätigen, dass die Vielfalt einzigartiger Ideen und Standpunkte durch KI-generierte Webseiten abnimmt. Deren Inhalte zeigen untereinander eine um 33 Prozent höhere semantische Ähnlichkeit als von Menschen geschriebene Texte.
Eine weitere Auswirkung ist der sogenannte Positivitäts-Shift, der durch eine Zunahme von künstlich fröhlich wirkenden KI-generierten Inhalten entstehe. KI-generierte Webseiten wiesen eine um 107 Prozent höhere Rate an positiver Stimmung auf als von Menschen erstellte Seiten.
Verschlechterung der Informationsqualität im Internet nicht nachweisbar
Nicht belegen konnten die Forscher hingegen, dass sich durch die Zunahme von KI-generierten Inhalten die faktische Genauigkeit im gesamten Internet verringert oder die Rate an Halluzinationen oder Fehlern erhöht habe.
Darauf, dass individuelle Schreibstile zugunsten einer uniformen Stimme verschwänden, gab es ebenso wenig Hinweise wie auf eine Verringerung der Linkdichte sowie eine künstliche Aufblähung von Texten. Die befürchtete Verschlechterung der Informationsqualität im Internet ist laut den Forschern bisher nicht statistisch nachweisbar.
Bekannt ist allerdings auch, dass Funktionen, wie Googles KI-Zusammenfassung, bestimmte Quellen bevorzugen und somit die Auffindbarkeit von Informationen erschweren.
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