• IT-Karriere:
  • Services:

Noch kein Ausweg aus dem Dilemma

Einen überzeugenden Ausweg aus dem Dilemma der Programmierer konnten die Redner auf dem 34C3 nicht präsentieren. Zum einen ist zu erwarten, dass die selbstlernenden Systeme mit besserer Soft- und Hardware immer "intelligenter" werden. Zum anderen besteht die Gefahr, dass Menschen zu Objekten von Computerentscheidungen werden, die trotz allem nicht fehlerfrei und deren Kriterien alles andere als transparent sind. Solche Gefahren bestehen beispielsweise, wenn Systeme zur Gesichtserkennung nicht nur gegen wenige Straftäter, sondern großflächig zur Überwachung der Bevölkerung eingesetzt werden. Eine Gefahr, vor der nicht nur Datenschützer, sondern auch der Chaos Computer Club warnen.

Stellenmarkt
  1. Universitätsklinikum Münster, Münster
  2. VetterTec GmbH, Kassel

Jarmul verwies in diesem Zusammenhang auf die europäische Datenschutzgrundverordnung, die im Mai 2018 in Kraft tritt. Diese sehe immerhin vor, dass eine Kreditvergabe nicht ausschließlich auf der Basis einer Computerentscheidung getroffen werden dürfe. Zudem könnten Nutzer ihre Daten solchen Unternehmen geben, die anders als Google oder Facebook nicht alleine auf dem Verkaufen von Anzeigen aufgebaut seien. Heuer hatte in seinem Vortrag hingegen gezeigt, dass eine menschliche Kontrollinstanz wenig nützen könne. So seien Bewährungshelferinnen in den USA begeistert von der intransparenten Bewertungssoftware für Straftäter, wie aus einem Beitrag des Deutschlandfunks aus dem vergangenen Jahr (PDF) hervorgehe.

Maschinelles Lernen wird kaum zu stoppen sein

Zudem musste auch Jarmul am Ende einräumen: "Maschinelles Lernen ist nicht sehr intelligent, aber das bedeutet nicht, dass sein Wachstum stoppen oder nachlassen wird." Es gebe sehr schlaue und reiche Leute, die mehr denn je in KI investierten. Daher könne die Technik mit der Zeit noch gefährlicher werden und mehr Aspekte des Lebens kontrollieren.

Es ist daher abzusehen, dass das Thema KI noch längere Zeit die kritischen Hacker beschäftigen wird. Anders als beispielsweise in China könnten zumindest in westlichen Staaten noch mit politischen Entscheidungen der flächendeckende Einsatz solcher Systeme zum Scoring oder zur Gesichtserkennung eingedämmt werden. Sonst könnten Computer wirklich sehr doof werden und nicht nur, wie im Spliff-Song, morgens zu früh den Wecker klingeln lassen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Deep-Learning-Systeme austricksen
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3


Anzeige
Top-Angebote
  1. 564,96€
  2. (u. a. Biturbo Akku-Winkelschleifer GWX für 233,98€, Schlagbohrschrauber GSB für 156,99€)
  3. (u. a. Asus ProArt Display PA248QV 24,1 Zoll Full-HD 75Hz für 214,90€, Canon...
  4. 89,90€

Marlborofranz 15. Jan 2018

Und wann sind diese perfekt? Wie findet man das heraus? Ich will ja nichts sagen, aber...

Aki-San 03. Jan 2018

Für "die Maschine" existiert weder das rassistisch noch das menschenfeindlich. Beides ist...

Aki-San 03. Jan 2018

Selbst KIs, sofern diese sich noch nicht selbst die Algorithmen vorgeben sind auch nur so...

Kasjsf38 01. Jan 2018

Der Homo Sapien sowie alle anderen Tiere sind auch nichts anderes als "organische...

intergeek 31. Dez 2017

Google, Facebook und co sind ja kein Problem. Ich vertraue Facebook nicht und daher...


Folgen Sie uns
       


Fotos kolorieren mit einem Klick per KI - Tutorial

Wir zeigen, wie sich ein altes Bild schnell kolorieren lässt - ganz ohne Photoshop.

Fotos kolorieren mit einem Klick per KI - Tutorial Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /