Künstliche Intelligenz: Der Chatbot als Psychotherapeut

Einsamkeit ist eines der größten gesellschaftlichen Probleme unserer Zeit. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat es als globale Bedrohung für die öffentliche Gesundheit eingestuft. Zur Einordnung: Laut dem US-amerikanischen Surgeon General kann chronische soziale Isolation genauso schädlich sein wie der Konsum von 15 Zigaretten am Tag(öffnet im neuen Fenster) . Mit der Gründung einer internationalen Kommission will die WHO das Thema in den kommenden Jahren stärker in den Fokus rücken.
Auch in Deutschland lässt sich beobachten, wie dringend das Problem ist. Vor der Coronapandemie fühlten sich etwa 14 Prozent der Menschen hierzulande manchmal oder häufig einsam. Im Jahr 2021 stieg dieser Anteil auf rund 19 Prozent. Besonders drastisch traf die Isolation während der Pandemie die jüngere Generation: Der Anteil einsamer 18- bis 53-Jähriger kletterte 2020 sprunghaft auf 41 Prozent und erreichte 2021 sogar 47 Prozent. Auch Anfang 2023 lag er mit 36 Prozent noch immer weit über dem Vorkrisenniveau(öffnet im neuen Fenster) .