Künstliche Intelligenz: Deep-Fake-App ermöglicht extrem einfache Porno-Generierung

Die sogenannte Deep-Fake-Technik ermöglicht es, mit Hilfe von Machine Learning in Videos etwa täuschend echt Gesichter auszutauschen. Das lässt sich für klassische Film- und Fernsehproduktionen nutzen , aber auch für pornografische Inhalte, was schnell zu Schwierigkeiten für betroffene Personen führen kann. Und die Technik für Deep-Fake-Pornos wird dabei wohl immer besser, wie die Technology Review schreibt(öffnet im neuen Fenster) .
In einem aktuellen Bericht über eine App, die das Magazin selbst nicht namentlich nennt, um keine weitere Werbung dafür zu machen, heißt es: "Alles, was es dazu braucht, ist das Bild und ein Knopfdruck" . Auf den Dienst hingewiesen hat der KI-Forscher Henry Ajder, der unter anderem die Auswirkungen und Fähigkeiten aktueller Deep-Fake-Techniken untersucht.
Zwar habe der Dienst selbst derzeit noch vergleichsweise wenige Nutzer. Mit derartigen Angeboten werden aber immer mehr Grenzen überschritten, die bereits seit langem als Problem erkannt werden. So musste der Dienst Deepnude , der Bilder von Frauen in Nacktbilder verwandelt hatte, schon vor rund zwei Jahren auf Grund des extrem großen Interesses eingestellt werden.

Die Nutzung und wohl auch einfache Verfügbarkeit solcher Angebote führt zu Problemen, da die damit erstellten Inhalte oft "non-consensual Porn" sind, also nicht im Einvernehmen erstellt werden. Der Forscher Ajder schreibt gar(öffnet im neuen Fenster) , dass dies die "häufigste böswillige Verwendung von Deep Fakes" sei.
In ihrem Bericht beschreibt die Technology Review etwa Fälle von Journalistinnen, von denen Deep-Fake-Nacktaufnahmen erstellt und verbreitet wurden, was zu massiven Belästigungen geführt habe. In Kalifornien wurde bereits vor zwei Jahren eine gesetzliche Regulierung für Deep Fakes diskutiert , die Betroffenen eine bessere Klagemöglichkeit zum Vorgehen gegen derartige Inhalte liefert. In China ist eine Veröffentlichung von Deep-Fake-Inhalten bereits verboten .



