Die Lizenz zum Denken: KI-Agenten
Die meisten größeren Softwarefirmen veröffentlichten im Laufe des Jahres ihre eigenen Agenten. Typische Anwendungsfälle sind dabei das Durchführen umfangreicher Recherchen im Internet(öffnet im neuen Fenster) mit anschließender Zusammenfassung der Ergebnisse oder die Entwicklung ganzer Software-Anwendungen(öffnet im neuen Fenster) . Auch Softwarefirmen wie Salesforce oder SAP stellten eigene Agenten vor, um den Nutzern bei der Bedienung ihrer jeweiligen Produkte zur Seite zu stehen.
Eine wichtige Grundlage vieler Agenten blieben die Sprachmodelle der großen Technologiefirmen, die mittlerweile in einer nur noch schwer überschaubaren Vielfalt zur Verfügung stehen. Google Deepmind veröffentlichte im März Gemini(öffnet im neuen Fenster) 2.5 Pro, eine multimodale KI, die Text, Code, Bilder und Videos in einem Arbeitsfluss verarbeiten kann, und legte schon im November mit der Version 3.0 pro nach.
Konkurrent Anthropic stellte im Mai Claude Opus 4 vor, dessen Agentenfähigkeiten vor allem in Entwicklungsumgebungen beeindruckten, und ließ ebenfalls im November die Version 4.5 folgen. Zu diesen Modellen gesellen sich noch diverse Spezialvarianten, abgespeckte und damit kostengünstigere Mini-Versionen sowie die entsprechenden Modelle weiterer Wettbewerber.
Geringere Technologiesprünge als in den beiden Vorjahren
Allgemein zeigte sich darin ein neuer Trend: Während in den Jahren 2023 und 2024 die Qualitätssprünge von einer Modellgeneration zur nächsten jeweils noch großes Aufsehen erregten, lieferten die großen KI-Labore 2025 eher einen steten Strom inkrementeller Verbesserungen.
Besonders deutlich wurde dies im August, als das mit Spannung erwartete GPT-5-Modell von OpenAI veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) wurde: Das Modell selbst war zwar seinen vorherigen Versionen in vielen Bereichen überlegen – vor allem bei wissenschaftlichen Anwendungen und Softwareentwicklung -, stellte aber bei Weitem keinen so großen technologischen Sprung dar , wie es bei den Vorgängerversionen GPT-3 und GPT-4 noch der Fall war.
Immer wichtiger wurde 2025 hingegen vor allem die Einbindung der KI in Arbeitsabläufe und Geschäftsmodelle. Ein beeindruckendes Beispiel hierfür ist Google mit seiner Suchmaschine – einem wahren Goldesel, der im Jahr 2024 rund 270 Milliarden US-Dollar an Werbeeinnahmen erzeugt hat.