Künstliche Intelligenz: Cnet will vorerst keine KI-Artikel mehr veröffentlichen

Cnet wird vorerst seine Praxis aufgeben, bestimmte Nachrichtenartikel auf seiner Webseite durch eine künstliche Intelligenz schreiben zu lassen. Das berichtet The Verge(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf ein unternehmensinternes Gespräch am 20. Januar 2023.
Die Nachrichtenseite hatte im November 2022 damit begonnen, Artikel von einer künstlichen Intelligenz schreiben zu lassen(öffnet im neuen Fenster) . Eigenen Angaben zufolge handelt es sich um mindestens 75 Artikel. Einen eindeutigen Hinweis auf eine künstliche Intelligenz als Urheber gab es nicht.
Stattdessen lautet die Autorenangabe "Cnet Money Staff" . Erst nach einigen Klicks fanden Nutzer eine Erklärung, dass die Artikel nicht von einer realen Person, sondern von einer künstlichen Intelligenz geschrieben wurden. Wie Cnet am 16. Januar mitteilte, wurde die Autorenangabe mittlerweile geändert (wie hier(öffnet im neuen Fenster) zu sehen ist).
Cnet veröffentlichte KI-Artikel "in aller Stille"
Cnets Chefin vom Dienst, Connie Guglielmo, soll den Mitarbeitern während der Besprechung erklärt haben, dass die Artikel nicht "heimlich veröffentlicht" wurden: "Wir haben es in aller Stille getan." Für manche Leser könnte diese Unterscheidung jedoch eher marginal sein.
Der Webseite Futurism(öffnet im neuen Fenster) zufolge soll Cnet bereits am 18. Januar 2023 die Veröffentlichung von KI-generierten Artikeln gestoppt haben. Auch andere Seiten wie Bankrate sollen keine Artikel mehr bringen, die von einer künstlichen Intelligenz geschrieben wurden.
Die KI, die Cnet verwendet hat, wurde vom Mutterkonzern Red Ventures selbst entworfen und trägt keinen Namen. Die Autoren von Cnet konnten von einer KI geschriebene Textteile mit ihren eigenen Texten vermischen oder auch komplette Artikel von der künstlichen Intelligenz schreiben lassen.
Chatbots wie ChatGPT können zum Problem werden
KI-Chatbots wie ChatGPT können mittlerweile zu zahlreichen Themen Informationen liefern. Die Texte sind oft sehr überzeugend, was zunehmend auch Bildungseinrichtungen vor Probleme stellt . KI-Bots machen aber auch oft Fehler, auf die sie meist nicht hinweisen.



