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Künstliche Intelligenz: Claudes Kontextfenster steigt auf eine Million Tokens

Anthropic hat das Kontextfenster von Claude bei einigen KI -Modellen auf eine Million Tokens ausgeweitet, ohne die Preise zu erhöhen.
/ Andreas Donath
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1 Million Kontext-Fenster für Opus 4.6 und Sonnet 4.6 (Bild: Anthropic)
1 Million Kontext-Fenster für Opus 4.6 und Sonnet 4.6 Bild: Anthropic

Wer Anthropic Claude Opus 4.6 oder Sonnet 4.6 mit sehr langen Eingaben nutzt, hat bislang einen Aufschlag von 100 Prozent gezahlt. Diesen hat Anthropic gestrichen(öffnet im neuen Fenster) . Das Kontextfenster von einer Million Tokens(öffnet im neuen Fenster) steht damit allen Nutzern der beiden Modelle offen.

Anthropic testete die Modelle außerdem auf zwei Kategorien: Retrieval, also das Auffinden gezielter Informationen in langen Texten, und Reasoning, also logisches Schlussfolgern über den gesamten Kontext.

Bei 256.000 Tokens erreicht Opus 4.6 den Angaben zufolge rund 92 Prozent Genauigkeit beim Retrieval. Bei einer Million Tokens fällt der Wert auf 78,3 Prozent.

Sonnet 4.6 kommt unter den gleichen Bedingungen auf 65,1 Prozent. Die Vergleichswerte für GPT-5.4 von OpenAI sollen bei einer Million Tokens auf 36,6 Prozent fallen, Googles Gemini 3.1 Pro auf 25,9 Prozent. Diese Zahlen stammen ausschließlich von Anthropic und sind nicht unabhängig geprüft.

Schlussfolgern bei großen Inputs bleibt ein Problem

Beim Reasoning verliert Opus 4.6 laut Anthropic über die gesamte Million Tokens nur wenige Prozentpunkte und landet bei 68,4 Prozent, deutlich vor den getesteten Konkurrenzmodellen.

Das ist entscheidend: Ein großes Kontextfenster nützt wenig, wenn das Modell Teile der eingegebenen Informationen verliert oder falsch verknüpft. Ob die Performance in echten Unternehmensumgebungen hält, werden erst produktive Einsätze zeigen.


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