Künstliche Intelligenz: Chinesische Firmen kaufen keine H200 von Nvidia
Trotz einer offiziellen Genehmigung durch die US-Regierung für den Verkauf von H200-KI-Chips an ausgewählte chinesische Unternehmen hat Nvidia bislang noch keine Lieferung getätigt. Wie Reuters exklusiv berichtet(öffnet im neuen Fenster), versucht Nvidia-CEO Jensen Huang derzeit persönlich durch Gespräche mit der US- und der chinesischen Regierung, eine Lösung für das Problem zu finden.
Die US-Regierung genehmigte im Dezember 2025 den Verkauf von H200‑Chips an rund zehn chinesische Firmen. Darunter befinden sich Alibaba, Tencent, JD.com und Bytedance. Als Distributoren wurden zudem Foxconn und Lenovo zugelassen.
Jedes der Unternehmen darf Nvidia bis zu 75.000 Chips abnehmen. Allerdings hat die chinesische Regierung trotz früherer Genehmigungen heimische Unternehmen angewiesen, sich beim Kauf zurückzuhalten, um die eigene Chipindustrie zu stärken.
Umsatzbeteiligung führt zu Misstrauen
Eine von US-Präsident Donald Trump ausgehandelte Beteiligung am Umsatz der von Nvidia in China verkauften Hardware schürte in China zudem Befürchtungen wegen möglicher Manipulationen an oder versteckter Schwachstellen in der Hardware, da diese für die Gültigkeit der Umsatzbeteiligung über US-Territorium transportiert werden muss.
Hinzu kommen Auflagen, in denen die USA von chinesischen Firmen den Nachweis strenger Sicherheitsverfahren und eine garantierte zivile Nutzung fordern. Die dadurch entstandene Pattsituation zwischen beiden Ländern führte laut Huang dazu, dass der Anteil von Nvidia am chinesischen Markt von ehemals fast 95 Prozent auf nahezu null fiel.
Während seiner Teilnahme an einem Gipfeltreffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping versuchte der Nvidia-Chef, aktiv gegenzusteuern, allerdings ohne nennenswerten Erfolg.
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