AGI: Eine starke KI kann Menschen übertrumpfen und manipulieren

Eine Disruption wie die Erfindung von Buchdruck, Dampfmaschine und Atombombe gleichzeitig: KI-Forscher und Technologen fordern eine Forschungspause.

Eine Analyse von Helmut Linde veröffentlicht am
Starke KI: Disruptiver als die Erfindung der Atombombe, aber mit subtileren Gefahren
Starke KI: Disruptiver als die Erfindung der Atombombe, aber mit subtileren Gefahren (Bild: Gerd Altmann auf Pixabay)

Sich mit den Risiken zu befassen, die mit der Entwicklung einer menschenähnlichen künstlichen Intelligenz verbunden sind, wird immer dringlicher. Darauf hat jüngst eine Gruppe renommierter Wissenschaftler und Industrieller in einem offenen Brief aufmerksam gemacht. Initiator der Aktion ist das Future of Life Institute (FLI), das sich seit einigen Jahren für eine sichere Nutzung von Schlüsseltechnologien einsetzt.

Warum ist ein solcher Aufruf nötig und welche Risiken birgt die derzeitige KI-Entwicklung genau? Angesichts der unüberschaubaren Vielfalt an Einsatzgebieten für eine starke KI erscheint es unmöglich, ihre Auswirkungen auf Wirtschaft, Politik und Gesellschaft klar vorherzusehen. Als sicher gilt jedoch, dass ihr Einfluss in all diesen Bereichen beträchtlich sein wird.

KI entwickelt sich rasant, der Diskurs steht ganz am Anfang

Zu den Autoren des offenen Briefes zählen bekannte Persönlichkeiten wie der Unternehmer Elon Musk, Apple-Gründer Steve Wozniak, Turing-Preisträger Yoshua Bengio und Berkeley-Professor Stuart Russell, Autor des Lehrbuchklassikers Artificial Intelligence: A Modern Approach. In ihrem Schreiben fordern sie ein sechsmonatiges Forschungsmoratorium für große KI-Labore, um der Gesellschaft mehr Zeit zur Vorbereitung auf eine menschenähnliche künstliche Intelligenz (auch "starke KI" oder Artificial General Intelligence, AGI) zu verschaffen.

Der Auslöser des Aufrufs sind die jüngsten Erfolge in der Entwicklung großer Sprachmodelle, denen von einigen Forschern ein "Funken von AGI" zugeschrieben wird. Angesichts des schnellen Fortschritts dieser Technologie und der enormen Investitionen in ihre weitere Verbesserung kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Entwicklung einer echten AGI – also einer künstlichen Intelligenz, die den Menschen in Bezug auf kognitive Tätigkeiten vollumfänglich ersetzen kann – eher in einem Zeitraum von Jahren als von Jahrzehnten erfolgen wird.

Die gesellschaftliche Debatte zur KI-Sicherheit steht hingegen erst am Anfang, wie die größtenteils recht knappen Medienberichte (zum Beispiel von ZDF, Spiegel oder FAZ) zu der FLI-Veröffentlichung nahelegen.

Dieser Artikel beleuchtet daher den Hintergrund des offenen Briefes, beschreibt einige der wichtigsten KI-Risiken und ordnet sie in einen breiteren Kontext ein.

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AGI! Und dann? 
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Xergon 06. Apr 2023

es scheint nicht so, als ob du den Artikel gelesen hast. Schade. Also Forscher gehen...

tentreehasleaves 06. Apr 2023

BGE wird es schon mit 50% Arbeitslosigkeit geben. Dann bekommen die oben nämlich Angst.

ThadMiller 06. Apr 2023

"Vor 100 Jahren hat man auch gesagt, dass sich Glühbirnen nicht durchsetzen, weil sie...

User_x 05. Apr 2023

Danke lieber Podcast-Beaftragter :-)



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