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Künstliche Intelligenz: Bosch testet Level-3-Autopilot in China

KI-Software soll Bosch zurück in die Erfolgsspur bringen. Entwickelt wurde ein System, das es Fahrern erlaubt, die Hände komplett vom Steuer zu nehmen.
/ Michael Linden
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Bosch mit autonomem Fahren Klasse 3 (Bild: Bosch)
Bosch mit autonomem Fahren Klasse 3 Bild: Bosch

Auf der Pekinger Automesse präsentiert Bosch sein bisher leistungsfähigstes System für das automatisierte Fahren(öffnet im neuen Fenster). Es soll bei Geschwindigkeiten bis zu 120 Kilometern pro Stunde funktionieren, sofern die Sichtweite mindestens 300 Meter beträgt.

Das System erreicht Level 3 auf der fünfstufigen Skala des autonomen Fahrens. Diese Stufe ist in China für Privatfahrzeuge bislang noch nicht zugelassen.

Bei Level 3 dürfen Fahrer die Kontrolle vollständig an den Computer abgeben, den Blick abwenden und sich anderen Dingen widmen, etwa dem Lesen oder dem Schauen eines Videos. Die rechtliche Verantwortung liegt in dieser Zeit beim System, nicht beim Fahrer.

Markus Heyn, Chef des Bosch-Geschäftsbereichs Mobility, beschreibt das als Wendepunkt: "Auf KI basierende Software hat in den vergangenen drei Jahren enorme Fortschritte gebracht", sagt er.

China zuerst, Europa in zwei bis drei Jahren

Bosch hat bereits eine Lizenz für Testfahrten in der chinesischen Stadt Wuxi erhalten, in Suzhou wurde eine weitere beantragt. Die Tests sollen im Frühsommer mit Fahrzeugen des chinesischen Herstellers Chery(öffnet im neuen Fenster) beginnen. Die nötige Gesetzgebung für den Serienbetrieb wird in China bis Mitte 2026 erwartet.

Für Europa rechnet Heyn mit einem Zeitraum von zwei bis drei Jahren, bis Level-3-Systeme in Serienfahrzeugen verfügbar sein könnten. Das wäre ein zweiter Anlauf: Mercedes brachte 2021 einen frühen Autopiloten auf den Markt, der technisch als bahnbrechend galt, sich kommerziell aber nicht durchsetzte.


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