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Künstliche Intelligenz: Apple lizenziert Gemini für Private Cloud Compute

Apple lizenziert Googles Gemini -Modelle für das neue Siri , lässt diese aber in der eigenen Private-Cloud-Umgebung laufen.
/ Nils Matthiesen
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Siri nutzt Google-Modelle intern. (Symboldbild) (Bild: thiago japyassu / Pexels)
Siri nutzt Google-Modelle intern. (Symboldbild) Bild: thiago japyassu / Pexels

Apple konkretisiert die technische Basis für die neue, leistungsstärkere Version von Siri . Wie aus aktuellen Berichten von The Information(öffnet im neuen Fenster) und Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) hervorgeht, wird die KI-Siri maßgeblich auf Googles Gemini-Modellen basieren. Entgegen früherer Vermutungen über eine reine Cloudauslagerung setzt Apple jedoch auf ein hybrides Modell: Die Gemini-Technologie soll so angepasst werden, dass sie innerhalb von Apples eigener Private-Cloud-Compute-Infrastruktur (PCC) betrieben werden kann.

Hybrid-Modell statt vollständiger Cloudabhängigkeit

Die Architektur der künftigen Siri-Generation bleibt demnach ein Balanceakt zwischen Rechenpower und Datenschutz. Während Google-CEO Sundar Pichai Google als Apples "bevorzugten Cloudanbieter" bezeichnete(öffnet im neuen Fenster) , betonte Apple-Chef Tim Cook wiederholt, dass Apple Intelligence primär lokal auf den Endgeräten sowie über das hauseigene PCC-System laufe. Die Integration von Gemini erfolgt demnach nicht durch ein einfaches Outsourcing der Anfragen an Google-Server, sondern durch die Lizenzierung spezifischer Modell-Versionen für Apples geschützte Serverumgebung.

Dabei agiert Gemini nicht exklusiv. Apple soll weiterhin eigene Sprachmodelle(öffnet im neuen Fenster) für On-Device-Aufgaben nutzen und Gemini nur gezielt für komplexe Funktionen wie die mehrstufige Aufgabenplanung oder umfangreiche Zusammenfassungen einsetzen. Die Entscheidung für Google fiel dabei nach einer strategischen Evaluation verschiedener Anbieter, darunter auch OpenAI und Anthropic.

Geringe Auslastung der eigenen Infrastruktur

Ein wunder Punkt in Apples KI-Strategie bleibt die Effizienz der eigenen Hardware. Laut The Information sind die Kapazitäten des Private-Cloud-Compute-Systems derzeit im Durchschnitt nur zu etwa zehn Prozent ausgelastet. Dies deutet darauf hin, dass die Nutzer die bisherigen Apple-Intelligence-Funktionen nur verhalten annehmen oder die Rechenlast stärker als erwartet auf den lokalen Chips der iPhones und Macs verbleibt.

Kurzum: Die verstärkte Zusammenarbeit mit Google soll Siri schneller wettbewerbsfähig machen und den Rückstand gegenüber Konkurrenten wie Googles Gemini Assistant und OpenAIs ChatGPT verkürzen. Apple investiert dabei weniger in eigene Serverinfrastruktur als Microsoft oder Amazon, sichert sich durch die PCC-Architektur jedoch die technische Kontrolle über die Verarbeitung von Nutzerdaten.


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