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Künstliche Intelligenz: Anthropic spendiert Claude Code einen eingebauten Browser

Claude Code kann ab sofort direkt aus der Desktop-App heraus im Web surfen. Anthropic betont die Sicherheit dieses Ansatzes.
/ Andreas Donath
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Claude Code (Bild: Anthropic)
Claude Code Bild: Anthropic

Anthropic teilte mit, dass Claude Code jetzt über einen eingebauten Browser verfügt. Damit kann das Tool direkt mit Webseiten interagieren, statt sich ausschließlich auf lokale Entwicklungsserver zu verlassen.

Die Ankündigung erfolgte über den ClaudeDevs-Account auf X(öffnet im neuen Fenster). Dort wird der Browser als Möglichkeit beschrieben, mit der Claude Dokumentationen, Designs oder beliebige andere Webseiten einsehen kann, während es arbeitet. Laut dem Post kann Claude Seiteninhalte lesen, durch Elemente klicken und mit Seiten interagieren, ähnlich wie es das bereits mit lokalen Entwicklungsumgebungen tut.

Sandboxed und optional

Das Unternehmen betont ausdrücklich, dass die Funktion in einer Sandbox läuft. Sitzungen bleiben standardmäßig nicht erhalten, und Nutzer entscheiden selbst, ob Claude den Browserzustand zwischen verschiedenen Aufgaben speichert.

Anthropics eigene Dokumentation zieht eine klare Grenze zwischen diesem neuen Browserbereich und der separaten Erweiterung Claude für Chrome. Der interne Browser laufe demnach mit einem sauberen Profil, ganz ohne gespeicherte Log-ins oder Verlauf aus dem persönlichen Browser der Nutzer.

Dieses Set-up ist für das Bauen und Testen von Anwendungen gedacht, oder für Seiten, bei denen die Identität des Nutzers keine Rolle spielt. Für Fälle, in denen Claude im Namen des Nutzers handeln muss, etwa beim Navigieren in eingeloggten Sitzungen, verweist Anthropic stattdessen auf die Chrome-Erweiterung.

Diese Unterscheidung ist relevant für alle, die Komfort gegen Risiko abwägen müssen. Ein sandboxed Browser begrenzt, was Claude sehen und berühren kann. Die Chrome-Erweiterung gibt einen Teil dieser Isolation auf, dafür kann Claude beispielsweise innerhalb von Anwendungen agieren, die einen Log-in voraussetzen.

KI-Browser verändern sich

OpenAI kündigte kürzlich an, seinen ChatGPT-Atlas-Browser einzustellen und die entsprechende Funktion stattdessen in einen internen Browser der ChatGPT-Desktop-App zu verlagern.

Sowohl Anthropic als auch OpenAI betreiben bereits eigene Chrome-Erweiterungen, die ihre KI-Systeme mit Googles Browser verbinden.


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